
Der vierte Film des Kultregisseurs QUENTIN TARANTINO – Pulp Fiction; Reservoir Dogs:
Hollywoodstars UMA THURMAN (Pulp Fiction) und LUCY LIU (Drei Engel für Charlie) als Todfeinde in einem der blutigsten Duelle der Filmgeschichte.
Eine kühl wirkende Blondine erwacht nach vier Jahren Koma im Krankenhaus. Erinnerungen voller Schmerz erscheinen in ihrem Kopf– der Tag ihrer Hochzeit ist das Letzte woran sie sich erinnern kann. Es sollte der schönste Tag ihres Lebens werden, doch stattdessen endet er in einem Massaker. Ihr ehemaliger Liebhaber und Auftraggeber ließ die Hochzeitsgesellschaft von seinem Killerkommando exekutieren und jagte ihr selbst eine Kugel in den Kopf.
Jetzt beherrscht sie nur noch ein Gefühl: der eiskalte Rachedurst gegenüber denen, die ihr Leben zerstört haben. Sie beginnt ihren Vergeltungsfeldzug und hinterlässt über zwei Kontinente eine blutige Schneise in den Reihen ihrer Feinde.
Unzensierter Tarantino-Style für Fans von Martial-Arts-Filmen der Luxusklasse.
„Kill Bill, Vol. 1“ bietet ohne Zweifel hervorragende Qualität auf Blu-ray Disc. Dennoch ist auch dieser Transfer nicht perfekt, was vor allem an einigen leichten Überstrahlungen liegt. Diese fallen beispielsweise bei dem Dialog zwischen der Braut und Victoria in der Küche recht deutlich auf und stören in den Szenen, in denen sie vorkommen, auch. Die Schärfe ist hingegen die meiste Zeit über hervorragend. Durch die grandiose Detailzeichnung bekommt man hier ein plastisches und auch dynamisches Bild geboten, dessen toller Look nur von einigen vereinzelten, etwas weicheren Momenten wieder unterbrochen wird. Dass die Anime-Sequenz allgemein etwas weicher gehalten ist wird hier als Stilmittel gewertet, da bei Animes oft weicheres Bild als Stilmittel eingesetzt wird. Die Farben werden kräftig und natürlich wiedergegeben, unterliegen hier allerdings ebenfalls dem starken stilistischen Einfluss des Regisseurs. Die schwarz/weiß-Sequenz ist hier nur ein Beispiel unter vielen. Das Filmkorn macht sich durch leichtes Rauschen bemerkbar, leichte Doppelkonturen in vereinzelten Szenen lassen darauf schließen, dass das Rauschen mit einem Filter bekämpft wurde.
Dennoch überwiegen bei diesem Transfer auf jeden Fall die positiven Aspekte, sodass 4,5 Sterne auf jeden Fall gerechtfertigt sind.
War die Notengebung beim Bild noch eher eine schwierige Angelegenheit, so ist die Bewertung des Tons sehr einfach: Höchstnote! Die deutsche Fassung bietet zwar nur DTS-Ton mit 1,5 MBpS Audiobitrate, wer noch dynamischeren Klang hören will, kann einfach auf den englischen Originalton zurückgreifen. Dieser wurde im PCM-Format encodiert und klingt schlicht überwältigend. Neben den in allen Fassungen einwandfreien Dialogen ist es vor allem die Abmischung, die hier für Begeisterung sorgt. Bereits die Kampfszene mit Victoria zu Beginn des Films zeigt, wie dynamisch und auch räumlich dieser Film abgemischt wurde. Das Teehausmassaker am Ende des Films übertrifft alles zuvor da gewesene noch um einiges. Die 360° Soundkulisse überzeugt hier zu jeder Zeit und kann auch mit sehr viel Druck und einem hohen Klangvolumen überzeugen.
Das Bonusmaterial ist leider mit dem der alten deutschen DVD identisch und daher eher enttäuschend. Das Making Of liefert über die Laufzeit von 22 Minuten einige wissenswerte Informationen, sind aber bei einem Film mit derartig vielen Zitaten, versteckten Ideen und visuell umwerfenden Szenen wie „Kill Bill“ einfach nicht ausreichend. Neben diesem Special bietet die BD noch ein kurzes Feature über die japanische Rock-Band, die Tarantino für den OST an Bord der Produktion geholt hat sowie Trailer zu anderen Filmen des Regisseurs.
Von „Kill Bill“ gibt es zwei Fassungen – einerseits die internationale Fassung, die für Quentin Tarantino hauptsächlich für den amerikanischen Markt und das R-Rating produziert wurde. Der Regisseur nennt diese Filmfassung liebevoll „Bullshitversion“. Die eigentlich ungeschnittene und in den Gewaltszenen erweiterte Fassung des Films ist bislang nur in Japan erschienen, wobei Tarantino schon seit Jahren einen Release der längeren Fassung auch für den Rest der Welt verspricht – bisher vergeblich. So bieten auch diese deutschen Blu-ray Discs nur die internationale Fassung des Films und leider auch nur die ebenfalls enttäuschenden Extras der alten deutschen DVD. Abgesehen von diesen beiden Mankos kann der Release aber auf der vollen Linie überzeugen. Das Bild ist die meiste Zeit über hervorragend und zeigt nur selten leichte Schwächen, als Famos stellt sich hingegen der Ton heraus. Wer „Kill Bill“ in dieser Fassung auf Blu-ray upgraden will, kann hier auf jeden Fall zuschlagen ... alle anderen warten noch ein paar Jahre, bis es die Uncut-Version vielleicht tatsächlich auch in Europa gibt.
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