
In dieser neun Episoden umfassenden ersten Staffel der TV Serie "Terminator - The Sarah Connor Chronicles" wird das Turbulente Leben der Familie Connor beleuchtet - wie Sarah und John immer wieder aufs Neue flüchten und neue Identitäten annehmen müssen und zugleich versuchen, die Zukunft zu verändern. Denn eines steht fest: Wenn Skynet nie entsteht, würde auch die Menschheit niemals ihrer Vernichtung entgegensehen - ein Ziel, dass die beiden zu erreichen versuchen. Skynet schickt, um sich zu schützen, einige Terminatoren zurück in der Zeit um eben jene Pläne zu durchkreuzen.
Die Blu-ray Version dieser bereits in HDTV produzierten aktuellen TV Serie weiß mit einigen Abzügen zu gefallen. Die Schärfe des Transfers ist die meiste Zeit über sehr gut gelungen und bietet dem Zuschauer auch eine Fülle an Details, die über weite Strecken sogar HD Feeling aufkommen lassen. Leider kann dies nicht konstant gewährleistet werden und in einigen Szenen ist die Detailzeichnung nicht ausreichend um den Eindruck eines plastischen Bildes zu erwecken. Recht weich könnte man sogar einige Szenen nennen. Was diesem Transfer fehlt ist somit klar konstant gleichbleibende Qualität. Die Farben wirken allerdings immer sehr kräftig und auch natürlich, der Kontrast leistet sich keine Schwächen. Bildrauschen ist in variierendem Ausmaß vorhanden, während die Serie die meiste Zeit über sehr ruhiges Bild bietet sind einige vereinzelte Einstellungen sehr stark verrauscht. Der VC-1 Codec leistet sich keine Schwächen, sodass man hier zwar von überzeugendem HD Bild sprechen kann, dass allerdings durchgehend über gute Detailzeichnung verfügen sollte.
Kommen wir nun zur großen Enttäuschung dieser Veröffentlichung, dem Ton. Dolby Digital 5.1 mit lediglich 640 KBpS sind für eine Blu-ray schlicht und ergreifend nicht ausreichend. „The Sarah Connor Chronicles“ ist zwar von einer Actionserie weit entfernt und gestattet auch dem Terminator immer nur vereinzelte und kurze Auftritte, dennoch hätte die Soundkulisse von einem besseren Soundsystem profitiert. Das Geschehen ist stark frontlastig, die hinteren Boxen lassen sich höchstens bei genauem Hinhören bei Musikpassagen wahrnehmen. Direktionalität bleibt die meiste Zeit über ein Fremdwort. Die Dialogwiedergabe ist allerdings einwandfrei und liefert konstant hervorragende Verständlichkeit und auch überzeugende Natürlichkeit.
Das Bonusmaterial wurde auf allen drei Blu-ray Discs verteilt. Die insgesamt drei Audiokommentare sind recht interessant ausgefallen und gewähren dem Zuschauer einen guten Einblick in die Produktion der Serie. Das dreiteilige Making Of ist allerdings eher PR-lastig ausgefallen, da man sich in den Interviews oftmals gegenseitig lobt und so Zeit verliert, die man mit wirklich interessanten Informationen besser hätte ausnützen können. Sehenswert ist auch der Extended Cut der Folge „The Devil’s Hand“, wobei hier anzumerken ist, dass diese zwar in HD Auflösung vorliegt aber nur Stereo-Ton bietet. Die Deleted Scenes sind teilweise recht sehenswert, das Gag Reel eher leidlich witzig und Summer Glaus Dance Rehearsal wohl nur für ihre Fans interessant.
Da ist sie nun – die von einigen erwartete und auch von vielen gefürchtete Serie „Terminator – The Sarah Connor Chronicles“ ist, noch bevor sie im deutschen Fernsehen gezeigt wird, in Amerika auf DVD und Blu-ray Disc erhältlich. Wie bei Warner US üblich ist die Scheibe codefree und läuft daher auch auf unseren heimischen Playern. Die Bildqualität ist auch für eine aktuelle Serie in Ordnung, der Ton leider unzureichend und auch der Bonusmaterial nur bedingt überzeugend. Schlecht ist leider auch das Authoring aller drei Discs, da die drei Episoden ausschließlich im selben Timecode ablaufen und man sie nicht gesondert auswählen kann. Anstatt eines Kapitelmenüs kann man lediglich eine der drei Episoden anwählen und wird automatisch zu dieser geführt. Trauriger Höhepunkt dieses Encoding-Fehlers: Auf der letzten Disc werden nacheinander automatisch beide Fassungen der siebten Folge abgespielt, bevor die achte Episode startet. Dadurch hinterlässt dieser Blu-ray Release irgendwie den Beigeschmack, nicht besonders gut durchdacht zu sein. Die Staffel ist mit 9 Episoden sehr kurz, dennoch ist der Preis für diesen Release in Ordnung. Wer auf die deutsche TV Ausstrahlung nicht warten und stattdessen mit den Schwächen der US BD leben kann, kann durchaus zuschlagen.
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