
„12 Monkeys“ hatte schon auf DVD ständig mit Qualitätsmängeln zu kämpfen. Nicht immer wird dabei auch berücksichtigt, dass ein Teil der „Mängel“ insbesondere auf Stilmittel zurückzuführen sind. Der gewollt verwaschene, grelle Touch und die verblassten Farben dienen als Ausdruck der „Realitäten“. Darunter leidet natürlich die Bildtiefe. Aber auch darüber hinaus ist beispielsweise die Detailschärfe unwesentlich höher ausgefallen als auf DVD. Dies und der beabsichtigte Mangel an Bildtiefe führen dazu, dass man ein nicht wirklich HD-gerechtes Bild bekommt. Ein Filtereinsatz wäre eine mögliche Erklärung dafür, auch für das geringe Korn und Bildrauschen. Viel wahrscheinlicher jedoch ist, dass es eine Folge der reduzierten Bitrate gegenüber der HD-DVD darstellt. Nötig wurde dies, da der überlange Film auf eine BD25 sonst nicht gepasst hätte. Trotzdem lassen sich in einigen wenigen Close Ups ungewohnte Details erkennen, sodass man von der HD-Qualität nicht gänzlich enttäuscht ist. Dass man aber nicht zur größeren BD50 gegriffen hat um gerade bei diesem schwierigen Film mehr Reserven zu haben, ist beschämend.
Hier gebührt „Concorde Home Video“ ein Lob dafür, dem Käufer verlustfreien Ton zu spendieren. Zwar lässt sich DTS HD Master Audio zurzeit noch auf wenigen Geräten und nur über einen geeigneten Receiver in voller Auflösung abspielen, dies sollte sich aber in naher Zukunft ändern. Dafür ist der Track vollständig abwärtskompatibel, was viel Platz einspart, da man auf zusätzliche nicht HD-Spuren verzichten kann. Jedoch entspricht auch die verlustfreie Tonspur nicht immer dem Optimum. So klingt der Track zwar sehr dynamisch und kraftvoll, sodass sich alle Signale gut orten lassen, doch mangelt es etwas an sauberen Höhen. So wirkt zwar alles etwas dumpf aber dennoch sehr sauber. Summa summarum muss man der Tonspur solide Qualitäten bescheinigen die in Ermangelung des nicht mehr allzu jungen Films aber keine Referenz darstellt.
Concorde verzichtet bei ihren Erstveröffentlichungen auf den neuen Formaten gänzlich auf Extras. Begründet hat man dies damit, den Markt erstmal ausloten zu wollen. Weshalb die Übernahme der auf der DVD befindlichen Extras hier zu unkalkulierbaren Mehrkosten geführt hätte bleibt mir allerdings verborgen. Aufgrund des für den Zeitpunkt der Veröffentlichung günstigen Preises kann man sich aber auch mit einer Vanilla-Disc arrangieren.
„12 Monkeys“ ist ein außergewöhnlicher Filmm, in dem Bruce Willis eindrucksvoll beweist dass er viel mehr kann als abgehalfterte Polizisten zu spielen. So trägt sein überragendes Schauspiel zu einem unvergesslichen Filmerlebnis bei, das uneingeschränkt zu empfehlen ist.
Kompromisse muss man hingegen bei der Blu-ray hinnehmen. Ist die Bildqualität nicht immer auf hohem Niveau und fehlen sämtliche Extras, so kann man sich doch der DTS HD MA Spur erfreuen. Für die moderate Bildqualität stehen einige Gründe zur Auswahl: Zum einen die verringerte Bitrate um den Film auf eine BD25 zu bekommen. Zum anderen wurde das Ausgangsmaterial von 1080i/29,97fps via 3:2 Pulldown konvertiert. In Anbetracht des Preises der HD Scheiben ist es allemal kein Fehlkauf, zumal es, von den Extras abgesehen, schlussendlich immer noch die beste formatübergreifende Veröffentlichung darstellt. Wer die Wahl hat sollte allerdings zur HD-DVD greifen.
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