
Paris ist von Zombies überrannt. Adrienne und Richard gehören zu den wenigen Überlebenden. Trotz alledem wollen sie heiraten.
Als Richard kurz nach der Hochzeit bei einem blutigen Kampf gebissen wird, muss sich Adrienne fragen, ob die Phrase "... bis dass der Tod euch scheidet" in solchen Zeiten überhaupt noch gilt.
„Paris by Night of the Living Dead“ ist ein französischer Independent-Kurzfilm, der auch mit entsprechendem Equipment realisiert wurde. Über größere Betrachtungsflächen merkt man dies durch ein in geringem Ausmaß weich erscheinendes Bild, das allerdings dennoch einige Details zu bieten hat und in Sachen Schärfe insgesamt zu überzeugen weiß. Als bewusst gesetztes Stilmittel sind die Farben etwas zurückhaltend, der Kontrast ist gut gelungen. Bedingt durch die eingesetzten Stilmittel gestaltet sich der Look des Bildes dennoch eher monoton. Die verwendeten CGI effekte lassen sich zwar gelegentlich erkennen, dennoch ist das Bild insgesamt eine gelungene Komposition, die ohne allzu große Bedenken auch für größere Geräte verwendet werden kann. Die Kompression sorgt immer wieder kurzzeitig für deutliche Blockbildung, wenn man nicht darauf achtet wird man dies allerdings nur sehr selten bemerken. Für einen Indie-Kurzfilm ist das hier gebotene Bild insgesamt sicherlich zufrieden stellend.
Der Film liegt in der deutschen Synchro und der französischen Originalfassung in Dolby Digital 5.1 vor. Beide Fassungen punkten durch einwandfreie Dialogwiedergabe, die die Stimmen natürlich klingen lässt und dadurch durchgehend auf verständlichem Niveau behält. Auch sind die Dialoge über die anderen Soundelemente etwas erhaben, sodass diese nicht übertönt werden. Die Musik greift gelegentlich dezent auf die Rears zurück, dennoch beschränkt sich die Abmischung über weite Strecken hinweg auf die Front. Die Soundeffekte weisen oftmals sogar direktionale Abmischung auf und werden – selten, aber doch – manchmal auch über die Rears wiedergegeben. Vor allem die Actionszenen weisen dadurch ein angenehmes Klangbild auf und zeigen gelungene Abmischung, wenngleich das Klangbild insgesamt dennoch etwas räumlicher und druckvoller ausgefallen hätte sein können. Für einen Independent-Kurzfilm ist das hier Gebotene aber auf jeden Fall sehr zufrieden stellend.
Das Bonusmaterial dieser DVD Umsetzung des Kurzfilms ist hervorragend ausgefallen. Der Film kann von zwei verschiedenen Audiokommentaren begleitet werden, die einen recht guten Einblick in die Entstehung des Films und bestimmter Szenen/Elemente bieten. Das Making Of und das Featurette sind mit insgesamt über 75 Minuten Laufzeit sehr ausführlich und bieten einen recht persönlichen, direkten Blick auf den Film und dessen Produktion. Es werden viele Informationen geboten, von denen einige zwar nur am Rande mit dem Film an sich zu tun haben, zum Verständnis des Entstehungsprozesses eines Films aber dennoch beitragen. Wer sich für das Handwerk „kleinerer“ Filmemacher interessiert findet hier hervorragendes Material.
Anolis fand, dass „Paris by Night of the Living Dead” zu schade wäre um in einer Kurzfilm-Compilation verbraten zu werden. Daher wurde dem 14 Minuten langen Film ein eigener DVD Release zu günstigen Konditionen und mit einigem Bonusmaterial verpasst, den dieser auf jeden Fall verdient hat. „Paris by Night of the Living Dead” ist eine kurzweilige, actionreiche Zombie-Story mit einigen sehr guten und sehenswerten Effekten sowie gelungenen Story-Twists am Ende. Die DVD Umsetzung kann ebenfalls als gelungen bezeichnet werden, präsentiert diese den Film doch in insgesamt ansprechender Bild- und Tonqualität sowie mit einigem Bonusmaterial. Über größere Betrachtungsflächen wird der Transfer zwar etwas weich erscheinen und gelegentlich auf seine Kompression aufmerksam machen, störend ist dies allerdings nicht. Der Release wurde mit einem Wendecover ohne FSK Logo ausgestattet und ist vor allem Freunden kurzweiliger Zombie-Action zu empfehlen.
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