
Noch während des Krieges muss sich die verwitwete Haruko prostituieren, um für sich und ihre beiden Kinder sorgen zu können. Als diese nach dem Krieg Karriere machen wollen, schämen sie sich für die Taten ihrer Mutter und wollen nichts mehr mit ihr zu tun haben. Muss Haruko tatenlos zusehen, wie ihre Familie unter den Schatten der Vergangenheit auseinander bricht?
Der Film „Eine Japanische Tragödie“ stammt aus dem Jahre 1953 und liegt auf dieser DVD unter Berücksichtigung des Alters des Films von fast 60 Jahren in sehr guter Bildqualität vor. Der Transfer punktet mit sehr guter Schärfe, die auch über größere Betrachtungsflächen noch einige Details darstellen kann und das Bild somit nicht weich erscheinen lässt. Der Kontrast ist zwar nicht allzu dynamisch, stattet das Bild aber dennoch mit einigen Graustufen aus. Das Bild rauscht bestenfalls leicht und auch analoge Defekte lassen sich nur in geringer Zahl feststellen. Die Kompression arbeitet sauber und unauffällig, insgesamt kann der hier vorliegende Transfer – obwohl im Rahmen der Reihe bereits noch besser erhaltene Master und Abtastungen zu sehen waren – für das hohe Alter des Ausgangsmaterials auf jeden Fall überzeugen.
Bedingt durch das hohe Alter des Films ist es logisch, dass keine perfekte Stimmwiedergabe zu erwarten ist. Bei normalen Dialogen in „Zimmerlautstärke“ kommt diese Abtastung aber eben jenem sehr nahe. Die Stimmen klingen angenehm natürlich und weisen keine störenden Verzerrungen oder deutlichen blechernen Einschlag auf. Mit der Lautstärke der Dialoge steigt auch die Intensität dieser Nebeneffekte, wenngleich diese auch bei lauteren Passagen weder störend noch invasiv zu nennen sind. Für das Alter des Ausgangsmaterials ist diese Dialogwiedergabe somit insgesamt als sehr zufrieden stellend zu bezeichnen. Die Musik und die Umgebungsgeräusche/Soundeffekte wurden sehr gut abgemischt, sodass die Dialoge nicht übertönt werden. Dennoch ist der Mix keinesfalls als spektakulär zu bezeichnen, was allerdings sehr gut zum Stil des Films und dessen Alter passt.
Als Bonusmaterial gibt es auch auf diesem Release aus der Reihe nur Trailer. Neben der DVD ist im Keep Case auch ein lesenswertes Booklet mit Informationen zum Regisseur sowie zu allen Filmen aus der Reihe anzutreffen.
Als Nummer 11 der Reihe „Japanische Meisterregisseure“ erscheint der Film „Eine Japanische Tragödie“. Mit dieser Ausgabe wurde ein neues System bezüglich der „Wendecover-Lösung“ eingeführt, das Polyfilm sicher etwas billiger kommt. Der bekannte Pappschuber in dem die DVDs bisher residiert haben ist Geschichte. Stattdessen bekommt man einen Sticker auf der Verpackungsfolie. Der Schuber bleibt somit weiterhin frei von einem großen FSK Logo und zeigt auch bei dieser Ausgabe nur das kleine Logo in neuem Design auf der Rückseite. Entfernt man den Schuber erlebt man allerdings eine große Überraschung: Die Amaray weist ein großes, aufgedrucktes FSK Logo auf. Schnelle Kontrolle: Kein Wendecover! Der Release setzt somit das, was bei der Reihe ursprünglich sehr gut funktioniert hat nur mehr halbherzig um. Der Schuber bleibt weiterhin frei vom großen FSK Logo, die Amaray aber leider nicht mehr. In Sachen Bildqualität kann diese Veröffentlichung den hohen Standard der Reihe beibehalten, auch der Ton weiß zu überzeugen. Als Bonusmaterial gibt es neben dem Booklet aber auch dieses Mal nur Trailer.
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