
Der anamorphe Transfer besticht vor allem durch die natürlichen Farben, den guten Schwarzwert und sein sauberes Erscheinungsbild. Hier gibt es keinerlei Kratzer oder Pixel - zumindest fielen keine auf. Leider sind dies die einzigen Kriterien, die ohne Einschränkungen überzeugen können, überall sonst muss man leider Qualitätsabstriche in Kauf nehmen. Vor allem die mittelmäßige Schärfe in Kombintaion mit leichtem - aber permanent auftretendem - Rauschen trüben die Rezeption in nicht gerade geringem Ausmaß (vgl. Abbildung 1 und 2). Selbst Nahaufnahmen können in Sachen Detailzeichnung nur bedingt überzeugen. Darüber hinaus kommt es bei schnelleren Bewegungen immer wieder zu feinen Nachzieheffekten, die einem positiven Gesamteindruck auch nicht gerade förderlich sind.
Die Originalfassung sowie die Synchronisation liegen jeweils als Dolby Surround oder als 5.1 Abmischung vor. In jedem Fall sind die beiden Dolby Digital 5.1 Fassungen zu bevorzugen, da sie das ausgewogenere Klangbild aufweisen. Da 'Into the Mirror' ein Vertreter des 'ruhigen Horrors' ist, präsentiert sich der Ton über weite Strecken sehr frontal und Centerbezogen. Dann gibt es aber immer wieder starke Momente wie z.B. das Zerspringen der Spiegel (0:50 Min.). Auch atmosphärische Geräusche und die ruhige Filmmusik hauchen den teils unterforderten Rear-Speakern immer wieder Leben ein. Der Einsatz des LFE-Kanals bleibt - bis auf eine Szene mit Techno-Musik - ebenfalls hinter seinen Möglichkeiten. Trotzdem ändert die Ruhe des Tones nichts an seiner Qualität. Bis auf eine geringe Lautstärkendifferenz unterscheiden sich die beiden 5.1 Spuren übrigens nicht.
Ja, mit so einem Bonusmaterial lässt es sich durchaus leben. Die einzelnen Menupunkte sind deutsch untertitelt und bieten einen guten Einblick in die Dreharbeiten. Endlich wieder einmal eine Test-DVD, die nicht nur mit einem Trailer auskommt.
Gruselfreunde aufgepasst: Der ferne Osten hat wieder einmal ein Horrorfilmchen auf die Welt los gelassen. Ähnlich wie bei 'Ringu' gibt es hier aber keine Blutorgien zu bewundern, sondern vielmehr ruhigen Horror, der sich unter anderem auch an 'Ringu' und anderen übernatürlichen Vorbildern orientiert hat. Ein einfacher Abklatsch ist 'Into the Mirror' aber keineswegs, vor allem das Spiel mit den Spiegelbildern ist an einigen Stellen äußerst gelungen. Auch die DVD ist gut gelungen, wenn man von der nicht ganz tadelfreien Bildqualität einmal absieht. Der klare Ton und das gute Bonusmaterial entschädigen dafür allemal.
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