
Kurz nachdem er seine Herde in Sonora verkaufen konnte, stirbt der Boss des schwarzen Cowboys Pike. In seinen letzten Zügen übergibt er Pike die verdienten Dollars mit dem Auftrag, sie sicher in die Heimat zu bringen. Schnell spricht sich herum, dass der junge Vorarbeiter mit einem großen Bündel Scheine unterwegs ist und die Jagd auf ihn beginnt.
Der Film „Tote brauchen keine Dollars“ wurde 1975 produziert und erscheint nun im Alter von 35 Jahren in Deutschland auf DVD. Unter Berücksichtigung des hohen Alters weiß die hier gebotene Bildqualität auf jeden Fall zu überzeugen. Der Transfer liefert auch über große Betrachtungsflächen noch gelungene Schärfe du einige Details. In hellen Szenen erscheinen die Farben zudem kräftig und natürlich. In dunklen Momenten müssen hier zwar einige Abstriche gemacht werden, überzeugend ist die Farbwiedergabe allerdings immer noch. Der Kontrast ist recht gut ausgefallen, helle Bildbereiche sorgen allerdings für leichte, nicht störende Überstrahlungen. Das Bild erscheint über größere Betrachtungsflächen gelegentlich leicht grob, bietet mittelstarkes Rauschen und vereinzelte analoge Defekte. Insgesamt ist die Qualität aber als sehr gut zu bezeichnen.
Im direkten Vergleich der drei auf dieser DVD enthaltenen Tonspuren schneidet die englische Version am besten ab. Die deutsche Version klingt einen Tick dumpf, die italienische Originalfassung wiederum leicht blechern, in der englischen Synchronfassung ist die Natürlichkeit am besten ausgefallen. Die Verständlichkeit kann allerdings in allen drei Versionen überzeugen, wenngleich diese nicht immer konstant auf einem Level bleibt. Vereinzelte Passagen gestalten sich etwas schwerer verständlich. Bei der deutschen Fassung sind zudem einige Passagen - die in der alten deutschen Versionen fehlenden Szenen - mit Untertiteln eingefügt worden. Unter Berücksichtigung des Alters des Ausgangsmaterials ist das Klangbild insgesamt zufrieden stellend, die Musik wurde sehr gut in den Mix integriert und übertönt die Dialoge nicht. Hintergrundrauschen und andere Störgeräusche liegen hier nicht bzw. nur in minimalem, nicht störendem Ausmaß vor.
Als Bonusmaterial bietet die DVD das Featurette "The Hammer in the West" mit Schauspieler Fred Williamson sowie das Featurette "My Father's Hard Ride" mit Edoardo Margheriti, Sohn des Regisseurs Antonio Margheriti. Diese beiden Specials bieten einen sehr interessanten Blick nicht nur auf den Film selbst sondern beleuchten auch die beteiligten Personen und das Genre sehr gut. Mit insgesamt 40 Minuten Laufzeit wissen diese beiden Extras auf jeden Fall zu überzeugen. Weitere Infos über den Film sind dem Booklet zu entnehmen. Abgerundet wird das Bonusmaterial mit einem Trailer und einer Slideshow.
Der Film „Tote brauchen keine Dollars“ von Antonio Margheriti bietet mit unter anderem Jim Brown, Lee Van Cleef und Fred Williamson einige interessante Gesichter und erscheint mit der DVD von Koch Media zum ersten Mal in Deutschland in seiner ungeschnittenen Version. Bislang war der Film nur in einer ca. 90 Minuten langen Version beispielsweise auf VHS oder im Fernsehen zu sehen, die DVD Version läuft ca. 9 Minuten länger. In Sachen technischer Präsentation weiß der Film unter Berücksichtigung des Alters des Ausgangsmaterials ebenfalls sehr zu gefallen – Bild und Ton sind für einen ca. 35 Jahre alten Film sehr zufrieden stellend. Mit interessantem Bonusmaterial – insbesondere zwei sehenswerten Featurettes – und einem Wendecover ohne FSK Logo wird diese VÖ abgerundet, die sich insgesamt jedem Western-Fan nur empfehlen lässt.
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