
Der Yakuza Boss Anjo ist zusammen mit einer Prostituierten und 100 Millionen Yen verschwunden. Der ultrabrutale, masochistische Kakihara macht sich zusammen mit dem Rest von Anjo´s Truppe auch die Suche nach dem Chef. Ein säuberlich aufgeschlitzter Safe und Spermaflecken am Tatort lassen auf den mysteriösen, für seinen extremen Sadismus berüchtigten Ichi vermuten. Ichi selber ist in Wirklichkeit ein unscheinbarer Junge, der von Jijii, einem Triaden, der aus der Anjo-Gruppe ausgewiesen wurde, benutzt wird um einen Bandenkrieg zwischen den Yakuza Clans anzuzetteln. Unter Hypnose wurde dem harmlosen jungen Mann eingetrichtert, als Schüler hätten ihn seine Schulkameraden gezwungen einer Vergewaltigung beizuwohnen, die ihn aber irritierender Weise erregte. Als Folge dessen verbindet der Videospielfreak nun Gewalt mit Sexualität und kann nur mit Ausüben oder Betrachten extremster, sadistischster Brutalität zum Orgasmus gelangen. Um ihn in blutrünstige Raserei zu versetzen, suggeriert Jijii seinem unfreiwilligen Helfer, dass seine Opfer Ähnlichkeiten mit den damaligen Peinigern des Mädchens haben und schon geht es los. In einem Superheldenkostüm und mit Klingen versehenen Schuhen richtet der ansich total harmlose Ichi unter den Triaden regelrechte Blutbäder an, die wiederum mit wachsender Begeisterung von Kakihara wahrgenommen werden. Der ist nämlich regelrecht fasziniert vom grenzenlos sadistischen Treiben des geheimnisvollen Killers, verspricht er sich von ihm doch die totale sexuelle Erfüllung. Bald kreuzen sich die Wege der beiden, doch es soll nicht alles so kommen, wie Kakihara sich das erhofft...
Mit der Bildqualität kann man durchaus zufrieden sein, wenngleich man auch einige Schwachstellen ausmachen konnte. Die Farbgebung reicht von grellen Neonfarben bis blasse Grautöne, die letztlich auch dominierend sind. Kontrast und Schärfe agieren zwar auch auf recht hohem Niveau, trotzdem hätte man sich ein Quentchen mehr Mühe geben können. So driftet Schwarz schon mal ins Gräuliche ab und auch die Schärfe kann im Detailbereich nicht überzeugen. Analoge Defekte gibt es dafür aber so gut wie keine. Andererseits macht sich, vor allem gegen Ende, immer wieder Bildrauschen bemerkbar (siehe Abbildung 1 und 2). In einigen Sequenzen wurde Bildrauschen aber absichtlich eingesetzt. Bei Laufzeit 69:44 gibt es einen gröberen Fehler (siehe Abbildung 3 und 4). Da an dieser Stelle auch der Ton kurz aussetzt muss davon ausgegangen werden, dass es sich hier nicht um ein Stilmittel, sondern tatsächlich um einen Fehler handelt.
Im direkten Vergleich schneidet die deutsche 5.1 Spur etwas besser ab als der japanische Originalton. Die deutsche Spur ist ein wenig lauter und integriert auch die Rearspeaker ein wenig dominanter ins Klangbild. So kann man z.B. bei Laufzeit 07:00 bei der deutschen Spur deutlich Musik aus den Rears vernehmen, während selbige bei der japanischen Spur stumm bleiben. Und obwohl der Film an sich sparsam mit Surroundeffekten umgeht, sind diese bei der deutschen Spur besser ortbar. Letztendlich bieten aber beide Spuren eine gute Qualität.
Bis auf zwei Trailer und einige Fotos bietet uns Raptor keinerlei Bonusmaterial. Etwas dürftig.
Krass - krasser - ultrakrass - dann noch einige Superlativen dazwischen - und dann kommt 'Ichi - the Killer'. Takashi Miikes Film ist eine kranke Mixtur aus Gewalt, Sadismus, Masochismus und noch ein bisschen mehr Gewalt, verbunden durch eine recht dünne Geschichte über einen verschwundenen Yakuza-Boss. Wer auf asiatische Kost steht und noch dazu offen für Bizarres ist, der liegt mit 'Ichi' goldrichtig. Aber macht bitte nicht den selben Fehler wie ich und esst bei diesem Film etwas :(
Die DVD von Raptor bietet eine relativ gute Qualität. Leider enttäuscht das Bonusmaterial auf ganzer Linie, was sich auch negativ auf die Gesamtbewertung ausgewirkt.
Kommentare
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Ich bin froh, diese Fassung in meiner Sammlung zuhaben!