
Dass asiatische Filme auf DVD in Sachen Bildqualität oftmals nicht wirklich begeistern können, wurde an dieser Stelle schon oft festgehalten. So ist es auch keine große Überraschung, wenn auch die Bildqualität von 'Heat after Dark' nur durchschnittlich ausfällt. Ein Problem des nicht anamorphen Transfers ist sein Kontrast. Diesem fehlt es an 'Frische' und Bestimmtheit. So überstrahlen manchmal die Gesichter, der Schwarzwert ist nicht sauber und es gibt auch leichte Helligkeitsschwankungen. Die Farben hingegen sind zwar auch ein wenig verwaschen, werden aber trotzdem recht natürlich wiedergegeben. Ein weiteres Problem ist die mangelhafte Bildschärfe, die sich vor allem bei totalen Einstellungen offenbart (siehe Abbildung 1 und 2). Aber auch in Nahaufnahmen ist das Bild sehr weich, eine klare Detailzeichnung ist kaum möglich. Darüber hinaus trifft man noch auf feine Nachzieheffekte und Blockrauschen. Positiv: es treten eigentlich kaum analoge Verschmutzungen auf. Obwohl die Ursache des Übels hier in erster Linie am Ausgangsmaterial liegen dürfte, kann man das Bild nicht positiver bewerten. Im Vergleich mit den 30 Jahre alten Hammer-Filmen, müsste man sogar noch strenger sein.
Der deusche Ton liegt in einer 5.1-Abmischung vor, darüber hinaus gibt es noch die japanische Originalspur in Stereo. Letztere ist qualitativ aber eher schwach. Der deutsche Ton hingegen bietet relativ guten Raumklang mit Subwoofereinsatz und einigen Effekten. Man muss allerdings festhalten, dass nicht alle Effekte glücklich wieder gegeben werden. Ein Klopfen z.B., oder Schritte, die zum Geschehen gehören, das sich im Vordergrund zuträgt, sollten eigentlich nicht von den Rearspeakern wiedergegeben werden. Hier fehlt es der Effektwiedergabe einige male an Akkuratesse. Die Dialoge wiederum sind stets klar und gut verständlich.
Auf den ersten Blick sieht das Bonusmaterial etwas mager aus: Sieben Trailer und ein viertelstündiges Making of - das war's. Andererseits kann man von einem Film, der eine Laufzeit von unter einer Stunde hat, auch kein besonders langes Making of, bzw. zahlreiche andere Beigaben, erwarten.
Auch wenn jetzt vielleicht die Asien-Freaks aufschreien: Regisseur Ryuhei Kitamura hat sich bei 'Heat after Dark' kräftig an Mr. Tarantino orientiert. Ob das jetzt der 'sinnlose' Dialog zu Beginn ist, oder die Filmmusik die sehr, sehr stark an 'After Dark' erinnert - überall findet man Berührungspunkte. Ob man das jetzt gut findet oder nicht muss jeder für sich selbst entscheiden. Unbestreitbar allerdings, dass 'Heat after Dark' ein unkonventioneller, harter Thriller ist, der seinen Weg in die Sammlung der fernöstlichen Fangemeinde finden sollte.
Für die DVD gehen sich als Gesamtbewertung drei knappe Sterne aus. Das Bild ist leider nur Durchschnitt, ebenso das Bonusmaterial. Einzig der Ton erbringt eine ansprechende Leistung, wobei man sich hier auch keinen Referenzwert ála 'Star Wars' erwarten sollte. Vernünftige DVD-Sammler würden das aber ohnehin nicht.
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