
Zwei Freunde gehen in den Wald, betrinken sich ordentlich und aus einen kleinen Spaß wird böser Ernst, denn einer der Beiden kommt bei einem Unfall ums Leben. Als "Der Lange" die Leiche seines Freundes im Wald verscharren will, trifft er auf einen Zwerg, der ihm erzählt, dass es Zauberpilze gibt, die seinen Freund wieder vitalisieren önnen. Aber an die Pilze ranzukommen ist alles Andere als einfach. Denn auf der Suche nach den Zauberpilzen trifft er nicht nur auf einen freundlichen Hippie, sondern auch auf einen kannibalistischen Einsiedler und anderen Gestalten, aber was wird ihm am Ende seiner Suche wirklich erwarten!?
Der Film „Das Geheimnis der Zauberpilze“ wurde mit eher billigen Equipment gedreht und weist zudem vor allem im Bereich der Farbgebung einige Stilmittel auf. Insgesamt ist die Bildqualität aber trotzdem gut gelungen, sodass man sich den Film mit nur geringen Einschränkungen auch über größere Betrachtungsflächen ansehen kann. Die Schärfe ist im besseren Durchschnitt anzusiedeln, die Detailzeichnung leider nicht optimal. Dadurch wirkt das Bild oftmals eher weich. Das Farbschema ist meist eher bräunlich (Stilmittel), besonders kräftig sind die Farben nicht. Der Kontrast ist bedingt durch das beim Dreh verwendete Equipment etwas steil und lässt helle Bildbereiche dezent überstrahlen. Das Bild rauscht deutlich, zudem wurden Verschmutzungen als Stilmittel platziert um dem Bild einen dreckigen Look zu verpassen. Insgesamt kann man mit der hier gebotenen Bildqualität aber auf jeden Fall zufrieden sein, die meisten Produktionen mit vergleichbarem Budget und ähnlichen Produktionsumständen sehen nicht mal ansatzweise so gut aus.
Bei der Abmischung des Tons hat man sich viel Mühe gegeben und nützt das Stereo-Format einwandfrei aus. Die Dialoge sind zu jeder Zeit leicht erhaben, sodass diese nicht von Musik oder Effekten übertönt werden – etwas, das bei vergleichbaren Produktionen leider allzu oft auftritt. Die Musik präsentiert sich kräftig, voluminös und dynamisch, auch die Soundeffekte wissen zu gefallen. Das Klangbild ist kräftig, druckvoll und laut und lässt einige Szenen besonders gut zur Geltung kommen. Zusätzlich zum deutschen Originalton bietet die DVD auch eine englische Tonspur, die von den Darstellern selbst eingesprochen wurde und den Unterhaltungswert des Films in astronomische Weiten zu katapultieren vermag.
Das Bonusmaterial der DVD ist sehr umfangreich ausgefallen. Beginnen wir mit dem Audiokommentar der Macher, der uns den Film hindurch begleitet und sowohl witzige Anekdoten als auch interessante Informationen vermittelt. Auch zum Kurzfilm „Spasti II – Der Krüppel“ und den nicht verwendeten Szenen kann man auf optionalen Audiokommentar zurückgreifen. Das Making Of des Films ist mit einer Laufzeit von 65 Minuten sehr ausführlich und bietet einen interessanten, umfangreichen Einblick in die Entstehung des Films. Zudem sind noch Interviews mit den Machern auf der DVD zu finden und ein kurzer Aufruf von P.S.Y.C.H.O. Productions. Abgerundet werden die Extras mit Trailer- und Teaser-Material sowie einem Musikvideo der Psychopaten.
„Das Geheimnis der Zauberpilze“ haben sicherlich schon viele Leute herauszufinden versucht und sind dabei gerne mal in der Intensivstation oder auch auf dem Friedhof gelandet. Nun ist dieses Experiment wesentlich sicherer. Der Film der deutschen P.S.Y.C.H.O. Productions ist weder toxisch noch gefährlich sondern bereitet beim Ansehen höchstens Spaß – vor allem auf Videoabend mit deutschen Amateurproduktionen nicht abgeneigten Freunden kann der Film für viel Unterhaltung sorgen. Auch die Ausstattung der deutschen DVD Umsetzung weiß zu gefallen. Der Hauptfilm wird in sehr guter Bild- und Tonqualität präsentiert, zudem liegt auf der DVD umfangreiches Bonusmaterial bereit. Bei Interesse am Film sollte man bei dieser gelungenen DVD Veröffentlichung auf jeden Fall zuschlagen.
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