
Leider kann die Bildqualität der TV-Fassung nicht mit jener der Kinofassung mithalten. Dieser Transfer ist noch weicher und auch die Farben werden weniger natürlich wieder gegeben, wie der direkte Vergleich beweist (siehe Abbildung 1 bis 8). Die zusätzlichen Szenen unterscheiden sich allerdings qualitativ kaum von den 'original' Szenen, man merkt also rein optisch keinen Unterschied wie das z.B. beim 'Stargate Director`s Cut' der Fall ist. Wie schon oben erwähnt, ist das Bild allerdings sehr, sehr weich, dementsprechend detailarm ist auch dieser Transfer. Die Farben wirken zwar keineswegs künstlich, erreichen aber auch nicht die Natürlichkeit der Farbwiedergabe der Kinofassung. Auch ist der Kontrast ein wenig steiler, wodurch das Bild generell ein wenig dunkler ist. Darüber hinaus ist auch der Verschmutzungsgrad ein wenig stärker, wobei die diversen Kratzer noch immer vertretbar sind. Insgesamt aber ein eher ernüchterndes Ergebnis.
Bei den Titelinserts kommt Freude auf, denn endlich bekommen auch bei der deutschen 5.1 Spur die Rearspeaker Arbeit. Auch der Hochtonbereich stimmt diesmal und auch Surroundeffekte ertönen aus den Rears. So hört man z.B. Grillen zirpen, die zwar im englischen 5.1 Mix der Kinofassung zu hören waren, im deutschen jedoch nicht. So weit, so gut - allerdings gilt dies nur für die ersten paar Minuten, denn sobald der erste Dialog zu hören ist, nimmt das Grauen seinen Lauf. Wieder einmal hat man es mit einen anscheinend gesplitteten 5.1 Mix zu tun, denn alle Dialoge und Effekte die eigentlich von der Front kommen sollten, ertönen laut und deutlich und grauenvoll aus den Rearspeakern. Keine Ahnung was so etwas bringen soll - es hört sich einfach nur furchtbar an, zumal der 5.1 Mix wieder von störendem Rauschen begleitet wird.. Obwohl auch nicht gerade optimal ist die deutsche Surroundspur ein Segen dagegen. Zwar bekommt man hier auch nur bedingt Surroundeffekte geboten, dafür stimmt wenigstens die Qualität der Front so einiger maßen. Die englische Dolby Surround-Spur kann leider auch nicht wirklich empfohlen werden, es sei denn man haust in einer Höhle, verfügt über Sonar und ist mit Batman verwandt. Diese Spur ist derart leise abgemischt, dass man bei normaler Lautstärke wirklich nichts hört.
Einzig das Interview mit John Carpenter kann hier wirklich überzeugen, denn die Doku zur TV-Fassung ist nichts anderes als eine Aneinanderreihung der zusätzlichen Szenen plus einem Vorwort von Mr. Carpenter.
Halloween, diesmal in der längeren TV-Fassung. Grundsätzlich kann man sagen, dass der Film zwar durchaus ohne die zusätzlichen Szenen auskommt, sie schaden ihm aber auch in keinster Weise und ziehen ihn nicht unnötig in die Länge (von einer Szene mit Laurie und Freundinnen einmal abgesehen). Leider stimmt aber die Qualität der DVD im Vergleich zur Kinofassung nicht so ganz. Die Bildqualität ist etwas schlechter und auch der Ton enttäuscht. Wenngleich man hier aber anmerken muss, dass die deutsche Surroundspur durchaus in Ordnung ist. Den Fauxpas, den man sich allerdings bei der 5.1 Spur und der englischen Surroundspur geleistet hat, macht das auch nicht besser.
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