
Seit 35 Jahren hält Mom ihren Sohn Bubby in der heruntergekommenen Ein-Zimmer-Wohnung unter Verschluss. Sie teilt Bad und Bett mit ihm und ist der einzige Mensch, den er kennt. Tagsüber allein gelassen und kaum fähig zu sprechen, kennt er weder Radio noch Fernseher und weiß nichts über den Rest der Welt jenseits der Tür. Als sein Vater nach all den Jahren überraschend wieder auftaucht, und auch wieder in Moms Bett zurückkehrt, kommt es zum Eklat. Nun steht Bubby vor der größten Herausforderung seines Lebens: dem Schritt über die Schwelle der eigenen Haustür. Es ist an der Zeit, sich die Welt da draußen anzusehen…
„Bad Boy Bubby“ ist über weite Strecken sehr düster inszeniert worden. Der starke Kontrast bekommt damit allerdings kaum Probleme, sodass selbst in dunklen Szenen – sofern diese beim Dreh entsprechend ausgeleuchtet wurden – noch einige Umrisse und auch Details zu erkennen sind. Die Schärfe des hier vorliegenden Bildes ist ebenfalls sehr gut, selbst über größere Betrachtungsflächen wirkt das Bild noch recht detailliert. Die Farben wirken natürlich und sind sehr kräftig, auffallend ist bei diesem Film in erster Linie das oftmals recht deutliche Bildrauschen. Vor allem in dunklen Szenen ist unruhig und etwas grieselnd wirkendes Bild vorhanden. Die Kompression verhält sich die meiste Zeit über unauffällig.
Bei der deutschen Sprachfassung fällt im Hintergrund leichtes Rauschen auf, wirklich störend ist dieses aber zu keiner Zeit. Die Stimmen sind zu jeder Zeit natürlich und auch problemlos zu verstehen. Die Abmischung der Musik und der Soundeffekte ist gelungen. Der englische Originalton liegt in drei verschiedenen Fassungen vor. Der 5.1-Ton klingt sehr gut, wurde allerdings etwas frontlastig abgemischt. Die Stereo-Version klingt etwas zurückhaltender und mit dem Headphone-Surroundsound kommen Kopfhörer-Benützer die seltene Gelegenheit, einen speziell für Kopfhörer gedachten Ton zu genießen.
„Bad Boy Bubby“ erscheint in einer 2 Disc Edition und bietet auch eine entsprechende Menge an Bonusmaterial. Der Audiokommentar von Rolf de Heer und Nicholas Hope ist sehr interessant und bietet einen interessanten Einblick in die Entstehung des Films, zudem gibt es auf der ersten Disc noch eine Fassung mit Simulation der Anfangssequenz im ursprünglich geplanten Bildformat 1,33:1. Auf Disc 2 ist allerdings der Großteil der Extras zu finden. Dieses wird von zwei Interviews und einem Q&A dominiert, drei sehr interessanten und auf jeden Fall sehenswert. Zudem bietet diese DVD noch einen Kurzfilm, eine Slideshow und Trailer.
Wie auf dem Cover zu lesen ist entstand diese DVD des Films „Bad Boy Bubby“ in enger Zusammenarbeit mit dem Regisseur Rolf de Heer. Dies macht sich vor allem beim sehr umfangreichen und auch qualitativ hochwertigen Bonusmaterial bemerkbar. Das Bild wurde digital remastert und liegt im Originalbildformat 2,35:1 vor, den englischen Ton kann man sogar in DD5.1 und in einer sehr seltenen Headsphone-Surround Fassung zuschalten. „Bad Boy Bubby“ ist ein sehr intensiv gespieltes und raffiniertes Drama um ein Kind, das lange Jahre im Keller eingesperrt war und nun die Welt kennen lernen muss. Der Film ist mittlerweile bereits 15 Jahre alt, ein Alter, dass man ihm auf dieser DVD zu keiner Zeit anmerkt. Wer diesen Film gerne sehen möchte, kann diese DVD als ausdrücklich empfohlen auf die Einkaufsliste schreiben.
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