
„Dard Divorce“ von Olaf Ittenbach scheint in etwas geringerer Auflösung produziert worden und für diese Veröffentlichung hochgerechnet zu sein. Dies merkt man vor allem an der etwas pixeligen Kantenbildung, die für Treppcheneffekte sorgt. Die Schärfe ist allerdings dennoch weitestgehend in Ordnung, lediglich im Detailbereich macht sich dies ebenfalls leicht bemerkbar. Die Farben wirken kräftig und natürlich, der Kontrast ist ebenfalls gelungen. Das Bild rauscht kaum, im Hintergrund macht sich die Kompression in Form von Blockrauschen in homogenen Flächen bemerkbar.
Die deutsche DVD enthält neben dem englischen Originalton auch die deutsche Synchro. In der deutschen Fassung werden die Dialoge lediglich über den Center wiedergegeben, in der englischen Version übersprechen sie auch auf die beiden vorderen Surround-Boxen. Die Rears sind die meiste Zeit über stumm und melden sich nur sehr selten und wenn auch nur sehr leise zu Wort. Die Dialogverständlichkeit ist in beiden Sprachfassungen dennoch in Ordnung, ein räumlicher Mix wäre der Atmosphäre einiger Szenen allerdings durchaus förderlich gewesen.
Das Bonusmaterial bietet zwar „nur“ ein Interview mit Olaf Ittenbach. Dieses wurde im Jahre 2002 geführt, ist allerdings mit einer Laufzeit von ca. 80 Minuten sehr ausführlich und erlaubt tiefe Einblicke in Ittenbachs Art Filme zu machen und auch zu seiner Person gibt es einige interessante Informationen. Fans des deutschen Ausnahmetalents sollten sich dieses Interview keinesfalls entgehen lassen. Abgesehen davon bietet die DVD lediglich eine Trailershow.
Olaf Ittenbachs neuestes Werk – „Dard Divorce“ – erscheint vorerst leider nur in gekürzter Fassung in Deutschland. Die hier getestete Verleih-DVD trägt ein Spio/JK-Siegel und vermisst 5 Minuten, die kommende Kauf-DVD ohne Jugendfreigabe ist um ca. 14 Minuten gekürzt. Eine JK-geprüfte Kauf-DVD wird ebenfalls noch veröffentlicht, diese wird ebenfalls die um 5 Minuten gekürzte Fassung enthalten. Die Qualität der deutschen DVD weiß hingegen durchaus zu gefallen, auch wenn das Bild scheinbar von einer niedrigeren Auflösung hochgerechnet wurde. Wer einen ersten Blick auf „Dard Divorce“ werfen will kann hier durchaus einen Blick riskieren – allzu viele von Ittenbachs berühmten Gore-Effekten sollte man hier allerdings nicht erwarten.
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