
Gleich in den ersten Minuten wird man mit unübersehbarem Bildrauschen konfrontiert (siehe Abbildung 1 und 2) und das ist auch der größte Kritikpunkt bei diesem Bild. Glücklicherweise lässt dieses Rauschen nach einiger Zeit nach, ganz verschwindet es allerdings nie und in etlichen Szenen macht es sich auch wieder heftiger bemerkbar. Auch kommt es bei schnelleren Kameraschwenks zu Nachzieheffekten. Die Farben wiederum wirken vielleicht etwas blass, was allerdings sowohl an den örtlichen Gegebenheiten (düsterer Wald) als auch an den Tageszeiten (Dämmerung, Nacht) der Szenerie liegen dürfte. Die Schärfe ist relativ gut, wenngleich auch nicht überragend; und ebenso verhält es sich auch mit dem Kontrast, der aber großteils eine gute Leistung erbringt. Alles in allem ein halbwegs annehmbares Bild, wobei man fairerweise erwähnen muss, dass es sich hierbei um eine Low-Budget-Produktion handelt; vermutlich sind die Schwächen im Ausgangsmaterial zu suchen.
Im Gegensatz zum Bild kann der Ton etwas mehr überzeugen. Zu Beginn gibt sich der Ton zwar sehr frontlastig, nach und nach werden aber wirklich gute Surroundeffekte geboten. Großteils bleiben die Rearspeaker aber ebenso stumm wie der Subwoofer, der sich nur sehr sporadisch zu Wort meldet. Die Dialoge sind immer deutlich vernehmbar, wenngleich der Akzent der Darsteller etwas gewöhnungsbedürftig ist. Insgesamt ein sehr frontlastiges Klangbild, dass allerdings mit einigen wirklich guten Effekten aufwarten kann.
Für einen Low-Budget-Streifen können sich die Extras durchaus sehen lassen. Immerhin gibt es zwei Audiokommentare und ein Making-of. Auch die Deleted Scenes samt Gag Reel sind einen Blick wert. Ein Kurzfilm des Regisseurs sowie Storyboards und eine Trailersammlung runden den guten Eindruck noch ab.
Was wurde dieser Film nicht schon mit Lob überschüttet? Kaum eine Rezension die schlechtes über diese britische Low-Budget-Produktion kommen ließ. Und wieder einmal wurde klar, dass Geschmäcker nun mal ebenso verschieden sind, wie die oft verglichene Faustwatsche. 'Dog Soldiers' ist zwar mitnichten ein schlechter Film und kann im Vergleich zu anderen Genre-Vetretern wie z.B. 'An american Werewolf in Paris' klar punkten, es fehlt dem Film aber ganz einfach der letzte Biss. Es muss auch nicht immer eine Special-Effects Orgie sein, aber die Werwölfe ähneln eher Bobby Lugano's Strolchi als einer mordenden Bestie - ok, war jetzt leicht übertrieben ;) Unterm Strich bleibt ein spaßiger Werwolf-Film, der zwar kein Kultstreifen ist, aber zu unterhalten weiß.
Leider kann die Qualität der DVD nicht so richtig überzeugen. Vor allem das Bild lässt einiges zu wünschen übrig, und auch der Ton kann nur stellenweise vollends auftrumpfen. Der Fairness halber sei nochmals erwähnt dass es sich hier um eine Billig-Produktion handelt und daher eine geringere Qualität eher verkraftbar ist. Wer sich allerdings einen spaßigen Werwolf-Film ansehen will darf trotzdem zuschlagen, denn bis zur deutschen Veröffentlichung dauert es noch ein wenig. Und wer weiß ob diese dann überhaupt eine bessere Qualität hat - von diversen Schnitten ganz zu schweigen.
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