
Die siamesischen Zwillinge Duane und Belial Bradley werden als Kinder gegen ihren Willen operativ getrennt. Belial, der ursprünglich als unförmiges Geschöpf mit Gesicht und Armen an Duanes Seite festgewachsen war, wird nach der Operation einfach wie ein totes Tier entsorgt. Doch Duane rettet heimlich seinen Bruder, und so wachsen beide zusammen auf. Jahre später kommen sie nach New York, um Rache an den damals behandelnden Ärzten zu nehmen. Der missgebildete Belial lebt inzwischen in einem Weidenkorb an der Seite seines Bruders. Seine Rache- und Blutgelüste sind gewaltig, und es kommt zu einer Reihe von bestialischen Morden. Doch die eigentliche Gefahr kommt von innen, als Duane sich in die junge Sharon verliebt...
Im Vergleich zur alten DVD von Legend Films hat sich bei „Basket Case“ eine Menge getan. Wie Regisseur Frank Hennenlotter im Audiokommentar selbst gesagt hat wurde der Film auf 16mm produziert und für spätere 35mm-Verwertungen lediglich „aufgeblasen“. Aus 16mm-Material von einem Film aus den 80ern kann man qualitativ auch nicht mehr besonders viel herausholen, sodass beim Release der Legend DVD bereits das Bild von dieser als „sehr gut“ gehandelt wurde. Wie unser Bildvergleich deutlich zeigt hat es CMV nun geschafft, den Film im deutschen Sprachraum in noch besserer Qualität zu veröffentlichen. Das Bild wurde vor allem im Bereich der Schärfe, der Farben und des Kontrasts deutlich verbessert. Selbstverständlich kann man sich vom dem Film aufgrund des nur durchschnittlichen Ausgangsmaterials immer noch keine Referenzleistung erwarten, gemessen an den formatbedingten Möglichkeiten ist die Qualität der DVD als sehr gut zu bezeichnen. Neben dem (über eine Leinwand!) etwas weich wirkenden Bild fallen ab und an analoge Defekte auf und die Kompression sorgt für leichtes Blockrauschen in homogenen Flächen.
Da es sich bei dieser Fassung um die beste deutschsprachige Version handelt und man auf DVD nicht mehr mit großartigen Verbesserungen rechnen kann, halten wir 4 Sterne für eine angebrachte Wertung für diese Leistung.
Der Ton ist ebenfalls recht gut gelungen. Der deutschen Fassung merkt man das Alter des Films deutlich an, dieser klingt vor allem bei den Dialogen dumpf und etwas blechern, bei lauteren Unterhaltungen fallen zudem Übersteuerungen auf. Die englische Fassung hingegen klingt sehr sauber und auch viel natürlicher, bei Geschrei sind auch hier Übersteuerungen zu bemerken.
Das Bonusmaterial ist über weite Strecken mit der DVD von Legend Films identisch. Der Audiokommentar des Regisseurs und des Produzenten ist sehr gut gelungen und liefert neben kurzen Anekdoten wissenswerte Informationen über die Entstehung des Films. Die Outtakes sind witzig und ebenfalls sehenswert, eine Videodokumentation ist wie auch ein TV-Ausschnitt und mehrere kurze Spots ebenfalls auf der DVD zu finden. Neu sind in der CMV-Fassung eine sehenswerte Bildergalerie sowie ein kurzer Clip mit „Besonderheiten“ aus der alten deutschen Fassung.
Frank Hennenlotters „Basket Case“ gehört ohne Zweifel zu den Kult-Trash-Horror-Streifen der 80er, die heutzutage immer noch zu faszinieren und zu unterhalten wissen und aus diesem Grund auch berechtigterweise von CMV in die Trash Collection aufgenommen werden. Für diese Veröffentlichung wurde ein neues Master verwendet, das wesentlich besser ist als das der alten deutschen DVD von Legend Films. Ein Neukauf könnte sich für Fans des Films also ebenfalls auszahlen.
Anmerkung: Dieser Titel wird ebenfalls als auf 399 Stück limitierte und durchnummerierte Auflage in der Retro Edition (Super Jewel Case) veröffentlicht, die in dieser Veröffentlichung enthaltene DVD ist aber mit der aus der Trash Collection identisch.
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