
Gleich vorweg: Egal ob Stilmittel oder nicht, so ein Bild wurde schon lange nicht mehr geboten. Und das leider nicht im positiven sondern im negativen Sinne. Gleich von der ersten Sekunde an wird der Betrachter mit einem Bildrauschen konfrontiert, das es in sich hat. Das Schöne daran ist die Tatsache dass dieses Rauschen den gesamten Film andauert. Mal weniger, dann wieder stärker. Teilweise war das Rauschen so intensiv, dass man an eine Störung des Players denken musste. Neben dem störenden Rauschen, wird der Filmgenuss auch durch das dunkle Grundbild und die fehlende Schärfe - im wahrsten Sinne des Wortes - getrübt. Warum das bei einem Film aus dem Jahre 2001 sein muss und warum 2 Firmen wie Dreamworks und Warner Bros. so ein Bild auf die DVD-Käufer loslassen, bleibt ein Rätsel.
Beim Ton gibt es eigentlich nicht viel auszusetzen. Die erste knappe Stunde darf man sich allerdings keine bombastischen Toneffekte erwarten. Der Ton präsentiert sich zu Beginn ziemlich Centerlastig, dafü sind die Dialoge klar verständlich. Erst ab der Gefangennahme von David werden auch die Rear-Speaker ordentlich eingesetzt und dann meldet sich auch der Subwoofer lautstark aus dem Reich der Toten zurück. Allerdings sind diese Surround-Gewitter eher die Ausnahme denn die Regel. Dennoch, wenn es laut wird, wird es richtig laut.
Über die Extras kann man sich wirklich nicht beklagen. Vor allem seitens der Special Effects sollten keine Fragen mehr offen bleiben. Andererseits sollte man sich gut überlegen diese Infos auch anzusehen, da man sich jeglicher Illusionen beraubt, interessant und vor allem zahlreich sind die gebotenen Extras allemal.
A.I. war ursprünglich ein Projekt von Stanley Kubrick, dass er mit Steven Spielberg realisieren wollte. Nach Kubricks Ableben leitete Spielberg das Projekt alleine und rechtzeitig im Jahre 2001 (als Hommage an Kubrick's 2001) kam das Werk in die Kinos. Allerdings kann man mit dem Ergebnis nicht wirklich zufrieden sein. Zum einen setzt Spielberg wie in E.T. auf einen kleinen Gnom der kräftig auf die Tränensäcke geht, zum anderen hat die Story viele Hänger und präsentiert sich ziemlich langatmig. Eines natürlich muss man Spielberg lassen, die Special Effects und die Bildpracht ist auch bei A.I. wieder absolute Oberklasse. Nur leider reicht das nicht alleine um einen guten Film zu machen. Vor allem das Ende und das Pinocchio-Thema rauben dem Film die letzten positiven Eindrücke. Da ist es eigentlich als Zeichen zu verstehen, dass die DVD-Umsetzung ebenso lau ausgefallen ist. Das Bild ist katastrophal und der gesamte Ton ziemlich zurückhaltend. Alleine die Extras verstehen es zu überzeugen.
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