
Sieben Schreibtischtäter, die normalerweise bloß gegen die Langeweile ihres Jobs kämpfen, fighten plötzlich um ihr Leben ...
Ganz im Stile des neuen Sado-Horrors à la 'Hostel', 'Wolf Creek' und 'Wilderness' schuf Creep-Regisseur Christopher Smith dieses abgründige, bluttriefende, in schönster Eintracht Magen- und Lachmuskeln attackierende Splatterfest! Eine perfekt getimte Horrorkomödie, die sich neben herrlichem Gemetzel und einer abgefahrenen Hetzjagd durch dunkle russische Wälder vor allem auf ihren bitterbösen Humor verlassen kann!
Bei einem Workshop-Ausflug in ein osteuropäisches Waldgebiet kommen die Angestellten des Rüstungskonzerns "Palisade Defence" vom Weg ab und landen in einem einsamen, heruntergekommenen Haus im Wald. Vor Ort hat Abteilungsleiter Richard (Tim McInnerny) gleich alle Hände voll zu tun, seine sechsköpfige Truppe vor der Meuterei zu bewahren, denn die muffige Bruchbude verhagelt allen ziemlich die Laune. Doch als sie dann im Wald auch noch auf eine brutal zugerichtete Leiche stoßen, befinden sie sich urplötzlich in tödlicher Gefahr, denn auch ihre eigenen Reihen werden nun empfindlich ausgedünnt! Die Helden des Büroalltags müssen einen panischen Kampf ums nackte Überleben führen. Eine atemlose und bizarre Hetzjagd durch einen Wald voller Geheimnisse nimmt ihren Lauf ...
„Severance“ ist ein aktueller Kinofilm, daher kann man sich von der DVD auch entsprechende Qualität erwarten – die man hier zum Glück auch weitestgehend geboten bekommt.
Die Schärfe ist sehr gut, könnte allerdings stellenweise dennoch einen Tick besser sein. Vor allem über einen Beamer wirken einige kurze Filmsegmente einen Tick zu weich. Die Bewegungsschärfe ist in Ordnung, etwas mehr wäre aber auch hier noch drin gewesen. Die Farben wirken kräftig und natürlich, auch der Kontrast ist gut gelungen – in diesem Bereich lässt sich aber auch das ein- oder andere Stilmittel ausmachen. Im Hintergrund ist kaum Bildrauschen vorhanden, die leichten Unruhen in feinen Strukturen und homogenen Flächen gehen auf die Kompression zurück.
Trotz der paar kleinen Fehler macht „Severance“ immer noch eine gute Figur auf DVD.
Anmerkung: Bei dem hier verwendeten Bildformat handelt es sich um das Originalformat. Die Angabe „2,35:1“ auf der UK-DVD von Pathe! ist lediglich ein Druckfehler.
Auch, was den Ton betrifft, erwartet man sich von einem aktuellen Horrorfilm eine bestimmte Qualität – und auch hier weiß „Severance“ nicht zu enttäuschen. Der Film bietet vor allem in den „adrenalintreibenden“ Szenen sehr guten und kräftigen Bass-Einsatz, durch die Wiedergabe der Musik auch von den hinteren Boxen entsteht zwar kein wirklicher Raumklang aber durchaus ein angenehmes Klanggefühl. In einigen Szenen wird das Heimkino sehr gut ausgenützt, es lassen sich auch direktionale Effekte manchmal erkennen. Der Film selbst bietet allerdings nicht allzu viele Möglichkeiten für solches „Surround-Gewitter“, sodass hier mit dem Gebotenen auf jeden Fall zufrieden sein kann.
Qualitative Unterschiede zwischen den beiden Sprachfassungen fallen nicht auf, lediglich die Dialogverständlichkeit ist in der deutschen Fassung etwas besser, da zumindest Teile des Films im Original direkt am Set aufgenommen wurden.
Auf Disc 1 findet sich ein sehr interessanter Audiokommentar, der die Entstehung des Film von verschiedenen Seiten aus beleuchtet. Stellenweise wird dieser aufgrund der großen Teilnehmerzahl (7 Personen) aber etwas unüber“sicht“lich.
DVD 2 enthüllt dann den Rest des umfangreichen Bonusmaterials. Allem voran sind hier das recht gut gemachte halbstündige Making Of, sowie die Deleted Scenes und die (witzigen aber leider viel zu kurzen) Outtakes zu nennen. Das Alternative Ende wurde leider nicht vollständig gefilmt und liegt zum Teil nur als Storyboard-Skizzen vor, ist aber dennoch ein interessanter Blick auf einen weiteren möglichen Abschluss des Filmes. Abgesehen davon findet sich noch eine ebenfalls gute Behind the Scenes Featurette auf der Disc sowie weitere kurze und themenspezifische Featurettes, die aus Interviews und Behind the Scenes Material bestehen (z.B. über den Busunfall).
Abschließend lässt sich sagen, dass bei dieser DVD sowohl die Quantität als auch die Qualität der Specials weitestgehend stimmt, wobei man bei einigen der Beitäge auf Disc 2 hier und da auch kleine Längen erkennen kann. Wem der Film sehr gut gefallen und wer sich für dessen Entstehung interessiert, kann hier locker zuschlagen.
Um die DVD-VÖ des Films „Severance“ hat sich ein richtiger Hype gebildet, vor allem über die Genre-Definition des Filmes waren sich viele uneinig. Zumeist wird der Film als „Horrorkomödie“ gelistet, was meiner Meinung nach aber nur bedingt korrekt ist. Zwar hat der Film einige skurrile Charaktere und kurze witzige Momente zu bieten (z.B. eine kleine „Hostel“-Persiflage), allerdings haben diese Elemente viel zu wenig Präsenz um als wirklich elementarer Teil des Films erachtet werden. Im Gegenteil, in einigen Szenen wirken diese kurzen „Ausflüge“ sogar etwas störend. „Severance“ ist für mich in erster Linie ein recht gut gelungener Slasher, dem es aber etwas an Blut mangelt – die deutsche Freigabe „KJ“ finde ich aber dennoch berechtigt. Genial, aber in gewisser Hinsicht (siehe oben) auch unpassend ist das Plakat- bzw. Covermotiv. Auch dieses verspricht mehr eine Horrorkomödie. In Amerika hat der Film übrigens problemlos ein R-Rating bekommen, die Website wurde wegen diese Motiv von der MPAA aber auf die „schwarze Liste“ gesetzt.
Wer sich für den Film interessiert, kann meiner Meinung nach bedenkenlos zur deutschen DVD von Splendid greifen. Diese bietet gute Qualität, etliche Extras und zudem einen hübschen und geprägten Schuber.
Egal ob jetzt Comedy oder nicht – einen Blick ist „Severance“ definitv wert!
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