
Bevor wir uns das Bild von “Zombie King and the Legion of Doom” näher ansehen möchte ich noch darauf hinweisen, dass der Film als Independent/Amateur-Produktion in den USA entstand und daher allein von den verwendeten Kameras her keine Referenzqualität liefern kann.
Wenn man nicht gerade vor hat, sich den Film über einen Beamer anzusehen, kann man mit der Qualität auch recht gut leben. Das größte Problem ist nämlich die Schärfe, die dem Bild permanent einen etwas weichen Eindruck verleiht. Auf einem normalen TV fällt dies aber keim störend auf. Auch die Detail- und die Bewegungsschärfe könnten durchaus besser sein. Die Farben wurden stellenweise als Stilmittel etwas, wirken aber im Großen und Ganzen recht natürlich, könnten nur einen Tick kräftiger sein. Der Kontrast ist (und das ist für „Home Use“-Kameras typisch) etwas steil, sodass helle Flächen überstrahlen. Das Bild rauscht zudem, die Kompression verhält sich hingegen unauffällig – lediglich leichtes Blockrauschen im Hintergrund ist manchmal zu verzeichnen.
Trotz der Fehler bietet “Zombie King and the Legion of Doom” für einen Amateurfilm immer noch einen guten Transfer.
Im direkten Vergleich der beiden Sprachfassungen zeigt sich, dass bei der englischen Fassung die Rear-Boxen einen Tick lauter und vor allem klarer wirken, während diese in der deutschen Version etwas dumpf rüberkommen. Da allerdings nur sehr wenige Effekte von hinten zu hören sind, wirkt sich der Unterschied kaum auf den Filmgenuss aus. Die Dialoge klingen in beiden Fassungen gut und sind perfekt zu verstehen, die Abmischung gestaltet sich allerdings etwas frontlastig.
Trotzdem kann man mit dem Mix für einen Amateur-Film zufrieden sein.
Anmerkung: Entgegen der Coverangabe ist auch der englische Originalton im Format DD5.1 auf der DVD.
Leider nur Trailer.
“Zombie King and the Legion of Doom” vereint für den “normalen” Horrorfreak eindeutig zu viele Trash-Elemente und ist daher wohl nur Genreerfahrenen Horrorfreaks zu empfehlen. Ich persönlich habe mich die volle Laufzeit über köstlich über die (ohne Ironie!) überraschend intelligenten Dialoge und die wahnsinnig debilen Charaktere amüsiert. Vor allem die Unterscheidung zwischen Wrestler und Zombies (alle Wrestler tragen permanent Masken) konnte mir etliche Lacher entlocken, auch der witzig-kranke Storyverlauf ist für Trash-Experten ein Genuss. Dennoch – „unbeschriebenen Blättern“ kann der Film aufgrund der Geballtheit des Trash-Faktors nicht empfohlen werden, wer sich mit dem Genre auskennt, wird „Zombie King“ lieben.
Die DVD aus dem Hause Atomik Films präsentiert den Film in der Produktion angemessener Qualität – die hier zu findenden Bild-Defizite sind allesamt auf die verwendeten Kameras zurückzuführen und nicht auf die DVD-Portierung.
Für “Zombie King and the Legion of Doom” gibt’s von mir eine ausdrückliche Kaufempfehlung für Trash-Erfahrene!
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