
„Reine Formsache“ ist eine aktuelle deutsche Produktion, an die man selbstverständlich einige qualitative Ansprüche stellt. Diese werden von Senator Film und Universum Film allerdings noch übertroffen. Die Schärfe hält selbst der Wiedergabe über einen Beamer weitestgehend stand, auch die Bewegungsschärfe ist zufrieden stellend, könnte aber noch einen Tick besser sein. Die Farben wirken stellenweise etwas erdig, dabei handelt es sich aber wohl um ein Stilmittel. Der Kontrast liefert eine gute Balance zwischen hellen und dunklen Farbflächen. Das Bild rauscht gar nicht, analoge Defekte lassen sich ebenfalls nicht erkennen. Lediglich die Kompression sorgt stellenweise für leichte Unruhe im Bild.
Alles in allem ein Bild, das einen sehr guten Gesamteindruck hinerlässt.
Bei einem Film wie diesem kann man von einem DD5.1-Mix natürlich keine Referenzqualität erwarten. Die Dialoge werden sehr gut und klar verständlich über den Center wiedergegeben, Verzerrungen oder ähnliche Störungen sind nicht vorhanden. Die Musik verteilt sich zwar auf alle Surround-Boxen, erzeugt allerdings nur selten (Disco-Szene) wirkliches Raumgefühl. Dafür mangelt es einfach an direktionale Effekten – dies kann man allerdings der DVD nicht zur Last legen, da bei einem Film diesen Genres nicht viel mehr möglich wäre.
Das Making Of hat zwar leider seine Längen und ist kein Must-Watch, wer sich für die Entstehung des Films interessiert, kann aber trotzdem einen Blick riskieren. Das war’s leider im Großen und Ganzen auch schon mit den Special, ansonsten gibt es leider nur einige Trailer und Filmografien.
Fans der „klassischen“ deutschen Liebeskomödien wird auch „Reine Formsache“ definitiv gefallen. Allerdings darf man sich keine Slapstick- und Schenkelklopf-Attacken erwarten, einige Schmunzler entlockt der Film seinen Zusehern aber trotzdem. Leider schwappt stellenweise auch eine große Portion Kitsch mit...
Die DVD ist technisch sehr gut gelungen. Das Bild bewegt sich nahe an der Referenz und diese wird ihr eigentlich nur von der Kompression und (zu einem sehr unwesentlichen Teil) auch von der (Bewegungs)schärfe verwehrt. Der Ton kann vor allem in punkto Surround-Abmischung bei einer derartigen Produktion kaum anders sein, lediglich bei den Extras wäre ein bisschen mehr (vielleicht beim Making Of sogar ein bisschen weniger (Laufzeit)) durchaus wünschenswert gewesen.
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