
Das Kriminaldezernat von Hongkong steht vor einem Rätsel: Immer häufiger verschwinden Menschen spurlos und ohne Grund. Im Zuge der Ermittlungen gerät der Metzger Wong in das Fahndungsraster der Beamten. Schon bald wird klar, dass der Besitzer des Schnellrestaurant "The Eight Immortals" der Hauptverdächtige in dem Fall ist. Als dann einige seiner Angestellten spurlos verschwinden, nimmt die Polizei ihn fest. Im Laufe der äußerst unkonformen Befragung packt er nach und nach die volle Wahrheit aus und legt ein mehr als schockierendes Geständnis ab.
Das Bild ist mit Sicherheit keine Offenbarung, muss aber nicht zwangsläufig enttäuschen. Kontrast und Helligkeit halten sich im Mittelfeld, sind dunkle Passagen ausreichend detailliert, kommt es in hellen Bereichen des Bildes doch bisweilen zu erheblichen Überstrahlungen. Das mag, wie auch der Blautsich, zwar teilweise gewollt sein wirkt aber meist unnatürlich und störend. Die Farben hingegen spiegeln mit dem schon erwähnten Blaustich die Kühle und Rohheit des Films gut wider. Das größte Manko jedoch ist die Schärfe. Sie schwankt ständig über die ganze Filmlänge von gut bis schlecht. Dabei ist der Einsatz eines Schärfefilerts überall sichtbar. Doppelkonturen bei Bewegungen und Zeilenflimmern in besonders feinen Strukturen wie dem Jacket des Polizisten (26:25). Letzteres bemerkt man auch auf einem normalen Fernseher, auf dem der Rest jedoch weniger auffällt und selten störend wirkt. Für eine größere Projektion ist der Transfer hingegen nur mit Einbußen zufriedenstellend.
Neben dem Bild ist der Ton wohl die herbere Enttäuschung, das aber weniger aufgrund der Qualität. Der 5.1 Surroundmix wird seinem Namen über die gesamte Laufzeit des Films nicht gerecht. Lediglich der Center verrichtet hier seine Arbeit, sodass es ratsam ist, den Film in Stereo zu schauen. So präsentiert sich eine klar verständliche Synchro, die dazu noch wesentlich sauberer ist als die Originaltonspur, welche recht dumpf und unsauber klingt. Hier wäre es wirklich ratsam gewesen auf den 5.1 Upmix zu verzichten. Generell ist der Ton wenig effektvoll und hätte selbst bei einem geglückten Upmix wenig zu bieten gehabt. Da der Film allerdings durch den Verzicht auf viel Musik und Effekte das Geschehen realer wirken zu lassen versucht, fällt es nicht so schwer ins Gewicht.
Hier kann die Collectors Edition hingegen auftrumpfen. Gleich zwei Audiokommentare bekommt man neben dem obligatorischem Trailer, einem Bildvergleich, diversen Filmografien und einem Making Of der deutschen Synchro geboten. Wirklich interessant davon ist eigentlich nur der Audiokommentar von Antony Wong, da er auch etwas ausholt und nicht nur auf den Film eingeht. Der des Regisseurs ist stellenweise zwar informativ aber aufgrund seines schlechten Englischs über weite strecken kaum verständlich. Dass deutsche Untertitel bei den Extras fehlen macht das Ganze nicht einfacher. Das Making Of der deutschen Synchro ist gelinde gesagt überflüssig, der Bildvergleich hingegen zeigt das trotz der mäßigen Bildqualität noch, dass recht viel aus dem Original herausgeholt worden ist. Summa sumarum wird man mit den Extras gut bedient.
Antony Wong erhielt für seine Darstellung zurecht den Hong Kong Oscar. Er verkörpert Wong Chi-hang, dessen Taten sehr drastisch in Szene gesetzt, dabei aber nie überzeichnet wirken, sehr glaubwürdig. Dadurch gewinnt der Film an Tiefe und wirkt wie eine Charakterstudie über den geistesgestörten Wong Chi-hang, einer realen Person. Der Humor der bei solch einer asiatischen Produktionen mitschwingt ist nicht jedermans Sache, schmälert die Wirkung dieses Films jedoch nicht.
Die DVD wird dem Film zwar nicht ganz gerecht, allerdings ist die Tatsache, dass wir diesen hierzulande überhaupt ungeschnitten und in Deutsch genießen können ist alleine schon lobenswert.
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