
Als der US-Diplomat Robert Thorn (Liev Schreiber) erfährt, dass seine Frau (Julia Stiles) eine Todgeburt hatte, trifft er eine unfassbare Entscheidung: Er stimmt der Adoption eines Waisenbabys zu, das man seiner ahnungslosen Frau als ihren eigenen Sohn präsentiert. Die Lüge bleibt jahrelang geheim, bis sich im Umfeld des kleinen Jungen bizarre Morde und grausige Vorfälle häufen, die nur einen entsetzlichen Schluss zulassen: Damien Thorn ist der leibhaftige Sohn Satans! Düster, diabolisch, abgrundtief böse - das Omen ist zurück! Das Remake des okkulten Horrorklassikers ist ein "packender Gruselfilm" (Cinema), der an Spannung und Nervenkitzel kaum zu überbieten ist.
Allein von der Bildqualität her würde man nicht vermuten, einen Film aus dem letzten Jahr vor sich zu haben. Ob dies allerdings ein Fehler der DVD-Produktion ist, wage ich zu bezweifeln. Da es sich um ein 1:1-Remake des Kult-Horror-Streifens handelt, liegt die Vermutung nahe, dass es sich hierbei um Stilmittel handelt, um den Film etwas älter wirken zu lassen.
Sehr auffallend ist zum einen die nur sehr geringe und detailarme Schärfe, die das Bild die meiste Zeit über sehr weich erscheinen lässt. Die Farben präsentieren sich überwiegend dunkel und Blass, Szenen mit kräftigen Farben und starkem Kontrast sind deutlich in der Unterzahl. Durch die sehr geringe Bitrate und die deshalb stärkere Kompression wirkt das Bild etwas unruhig, starke Block- oder Artefaktbildungen fallen dennoch nicht auf.
Auch, wenn es sich bei einigen der hier aufgelisteten „Fehlern“ um Stilmittel handelt, ist eine höhere Bewertung leider nicht drin, da sich die Stilmittel stellenweise stark auf den Film“genuss“ auswirken.
Beim Ton zeigt Fox, dass weniger oftmals doch mehr sein kann. Der Film bietet nicht alle paar Sekunden brachialste Soundeffekte sondern besteht hauptsächlich aus atmosphärischer Musik und entsprechenden Soundeffekten. Diese wurden sehr gut im Raum verteilt und dadurch wird recht gutes Raumgefühl erreicht. Auch die Schockmomente wurden tontechnisch sehr gut inszeniert. Auch der Bass weiß zu gefallen, stellenweise wirkt dieser in der DTS-Fassung minimal kräftiger als in den beiden DD-Pendants, wirklich gravierende Unterschiede zwischen den verschiedenen Sprachfassungen fallen allerdings nicht auf.
Bei den Extras handelt es sich um recht interessante Features und einen guten Kommentar, dennoch sind die Extras nichts Besonderes und Standardware für eine Majow-VÖ. Besonders interessant ist höchstens das alternative Ende.
Nur wenige Kritiker und Kinogänger ließen ein gutes Haar an „Das Omen“. Schließlich handelt es sich wie bei „Psycho“ aus den auslaufenden 1990ern um eine nahezu 1:1-Adaption des Originals. Dass das Original von der Atmosphäre her dennoch die Nase weit vorn hat ist hier wie bei Psycho klar.
Die DVD von 2oth Century Fox ist nicht schlecht, allerdings durch die vielen bildtechnischen Stilmittel künstlich und etwas störend gealtert, lediglich der Ton kann überzeugen. Die Extras sind Standardware, vom interessanten alternativen Ende mal abgesehen.
Fans der Omen Reihe können hier bedenkenlos zugreifen, den vom technischen her bekommt man eine recht gute DVD.
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