
Gegen Ende des 21. Jahrhunderts ist durch eine Epidemie, die Genmutationen hervorruft, eine Subkultur von Menschen entstanden. Alle Infizierten werden zu einer Art Vampir: Sie verfügen über außergewöhnliche Schnelligkeit, Intelligenz und Kraft. Da die Regierung in ihnen eine Bedrohung sieht, werden sie ausgegrenzt und unter Quarantäne gestellt - mit dem Ziel, sie zu vernichten. Nur die infizierte Kämpferin Ultraviolet kann dies verhindern. Sie macht es sich zur Aufgabe, den 9-jährigen Six zu beschützen, auf den es die Regierungstruppen besonders abgesehen haben. Er ist der menschliche Schlüssel zur Vernichtung der Infizierten. Er trägt ein Virus in sich, das den Fortbestand von Violets Rasse unterbinden soll. Die Rettung des Jungen gerät zum Wettlauf gegen die Zeit, in dem sie nicht nur das Kind, sondern ihre gesamte Spezies beschützen muss und Rache an denjenigen sucht, die ihr persönliches und das Schicksal ihrer Mitstreiter zu verantworten haben.
Beim Bild ist „Ultraviolet“ sehr schwer zu beurteilen, da besonders im Bereich der Schärfe sehr starke Abstriche zu machen sind – diese allerdings so gewollt zu sein scheinen. Alle Objekte und Darsteller wirken wie bei schlechteren Computeranimationenziemlich weich und besonders Detailschärfe wird kaum geboten. Die Farben wirken sehr kräftig und oftmals unnatürlich und auch der harte Kontrast trägt seinen Beitrag zur Stilmittel-Suppe.
Die Technik der DVD selbst hingegen ist nicht schlecht, zumindest rauscht das Bild kaum und auch die Kompression verhält sich unauffällig.
Dennoch ist die Optik des Films aufgrund der vielen Stilmittel sehr gewöhnungsbedürftig.
Der DolbyDigital 5.1-Mix wurde wurde sehr dynamisch abgemischt, so melden sich vor allem in Actionszenen sowohl die hinteren Boxen als auch der Subwoofer sehr oft zu Wort und erzeugen eine sehr gute und räumliche Atmosphäre. Dennoch könnte der Mix noch etwas spektakulärer sein und in „normalen“ Szenen wurden kaum Umgebungsgeräusche im Raum verteilt, sodass der Film manchmal etwas frontlastig klingt. Die Dialogwiedergabe ist in beiden Fassungen sehr gut.
Der Audiokommentar mit Milla Jovovich ist nicht schlecht, allerdings habe ich auch bereits informativere Kommentarspuren gehört. Das Making Of hingegen gibt einen interessanten (Ein-)Blick hinter die Kulissen und Fans des Films dürften auch die Deleted Scenes (vor allem die etwas längere Kampfszene) gefallen.
Alles in Allem sind die Extras für eine Major-VÖ aber dennoch sowohl quantitativ als auch qualitativ nur Standard-Ware.
Nachdem Kurt Winners Film „Equilibrium“ bei den Filmfreunden recht gut angekommen ist ereilte „Ultraviolet“ ein gänzlich anderes Schicksal. An den Kinofassen ein Flop, von Kritik und Zuschauern weitestgehend negativ beurteilt. Dies kann aber kaum Wimmer angerechnet werden, der letztendliche Schnitt (inklusive etlicher Kürzungen und Sound-Effekte) wurde von Sonys Produktionsabteilung Screen Gems durchgeführt. In Amerika kam eine längere Unrated-Fassung auf den Markt, die allerdings immer noch nicht Wimmers Ursprungsfassung entspricht, hierzulande wurde leider nur die Kinofassung veröffentlicht. Zur Einordnung: Wimmers Fassung hätte knappe 120 Minuten gedauert…
Qualitativ ist die DVD von Sony, die vielen bildtechnischen Stilmittel mal außer Acht gelassen, recht gut gelungen.
Dennoch würde ich aufgrund des Filmes selbst eher dazu raten, die DVD vor dem Kauf mal auszuleihen.
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