
Die Sonne Floridas wirft dunkle Schatten: In der Unterwelt Miamis werden mit Drogen und Waffen tagtäglich Millionen von Dollar verdient. Um ein mächtiges Rauschgift-Kartell auffliegen zu lassen, schleusen sich die smarten Undercover-Cops Sonny Crocket (Colin Farrell) und Ricardo Tubbs (Jamie Foxx) mit schnellen Autos und modernsten Feuerwaffen als getarnte Drogenkuriere ein. Aber so richtig heiß wird es in Miami erst, als Sonny eine Affäre mit Isabella (Gong Li) beginnt, der Ehefrau des Drogen-Bosses. Doch auch die Verlockungen der Unterwelt gefährden die geheime Mission der beiden Cops – Crockett und Tubbs gehen so sehr in ihren Rollen auf, dass sie plötzlich nicht mehr sicher sind, auf welcher Seite des Gesetzes sie eigentlich stehen ...
Wie schon bei „Collateral“ setzt Michael Mann auch bei „Miami Vice“ auf eine HDTV-Kamera.
Das größte Problem des Transfers ist die mangelhafte Schärfe, die kaum Details zulässt und das Bild permanent viel zu weich erscheinen lässt. Dass es sich dabei um kein Stilmittel handelt ist leicht beim Abspann zu erkennen, aufgrund der Unschärfe kann man keinen Namen wirklich gut lesen. Die Farben wirken wurden manchmal als Stilmittel etwas verändert, wirken zumeist aber sehr kräftig und auch natürlich. Das Kontrastverhältnis ist sehr gut ausgefallen. Auch die Kompression verhält sich dank der überdurchschnittlichen Bitrate von knappen 6 MBpS sehr unauffällig. Die verwendete HDTV-Kamera liefert nämlich bei schnellen Bewegungen in Nahaufnahmen leichte Nachzieheffekte und in dunklen Szenen fällt auch minimales Rauschen auf, der Großteil des Films präsentiert sich allerdings rauschfrei.
Der Ton von „Miami Vice“ hat zwar von der Soundkulisse/Musik her wenig mit der Serie gemein, entwickelt dadurch aber eine ganz eigene, düsterere Atmosphäre. Hier hätte Universal dem Film ein Gutes tun können und die Musik etwas spektakulärer abmischen. Der Ton klingt über weite Strecken leider etwas frontlastig und bei einigen Szenen hätte der Film deutliches Potential für eine räumliche(re) Abmischung gehabt.
Lediglich bei Schießereien und Explosionen baut der Film eine sehr dynamische Soundkulisse auf, die aber leider eben etwas zu selten zu tragen kommt.
Die Dialogwiedergabe ist allerdings sehr gut ausgefallen und die Gespräche sind zu jeder Zeit problemlos zu verstehen und qualitative Unterschiede fallen zwischen den verschiedenen Sprachfassungen auch nicht auf.
Die beiden Featurettes sind leider etwas kurz ausgefallen, dafür aber recht informativ und für Fans des Films durchaus sehenswert. Wirklich etwas Besonderes stellen sie aber auch nicht dar. Das Musikvideo ist ebenfalls nett anzusehen.
Wünschenswert wäre eine Bonus-DVD mit einem ausführlicheren Making Of bzw. ein Audiokommentar zum Hauptfilm gewesen.
Den Film „Miami Vice“ objektiv zu beurteilen fällt mir persönlich etwas schwer – blickt man auf aktuelle User-Reviews fällt doch eine enorme Diskrepanz in den Beurteilungen auf. Mir persönlich hat er aber recht gut gefallen – es handelt sich zwar um keine 1:1 Aufbereitung der Serie sondern um eine Modernisierung mit vielen Veränderungen. Ich konnte auch mit der Story etwas anfangen und empfand den Film als spannendes und in sich stimmiges Gesamtprodukt.
Die deutsche DVD von Universal ist ebenfalls gut gelungen – obwohl sowohl beim Bild als auch beim Ton nach oben hin durchaus noch Potential vorhanden wäre. Die Extras sind ganz in Ordnen, für einen aktuellen Kinofilm aber sowohl qualitativ als auch quantitativ etwas enttäuschend.
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