
Nachdem Special Agent Deaw (DAN CHUPONG) bei einem Großeinsatz den Drogenbaron General Yang festnehmen konnte und mitansehen musste, wie sein Freund und Vorgesetzter bei dem Einsatz getötet wurde, hat er sich aus dem aktiven Polizeidienst zurückgezogen. Er schließt sich einer Gruppe von Elitesportlern an, die zu einem großen Wohltätigkeitsfest in ein kleines Dorf an der Grenze von Burma reisen.
Doch die ländliche Idylle trügt: Kurz nach ihrer Ankunft überfallen Terroristen das Dorf und drohen, alle Einwohner zu töten, wenn General Yang nicht wieder freigelassen wird. Deaw und den Sportlern ist klar: Sie müssen handeln, wenn nicht tausende unschuldiger Geiseln sterben sollen. Ein heroischer Kampf beginnt...
Als ich mir den Film angesehen habe fühlte ich mich irgendwie ins Ende der 80er zurückversetzt. Ich lasse mir Einreden, dass einige der im folgenden Absatz auf Stilmittel zurückzuführen sind, ein Teil davon wird aber auch an einem schlechten Master liegen.
Während die Konturschärfe ganz OK ist, fehlen dem Bild die Details und besonders bei schnellen Bewegungen geht die Schärfe stark in die Knie. Durch den Mangel an Details wirkt das Bild manchmal, besonders bei Gesichtern, etwas weich oder „oberflächlich“, wie man es von einem älteren Jackie Chan Film kennt. Die Farben sind das wohl komplizierteste an diesem Film. Oftmals sind diese viel zu hell und unnatürlich, sodass eigentlich schwarze Flächen zu einem matten Grau mutieren. Dies tritt hauptsächlich bei Dialogszenen auf. In einigen der Actionszenen sind die Farben wiederum viel zu erdig und lassen Gesichter etwas bräunlich erscheinen. Dass kurze Rückblenden in s/w anzutreffen sind, ist hingegen eindeutig als Stilmittel erkennbar. Der Kontrast ist etwas steil und verleitet den Film zu Überstrahlungen in hellen sowie Verlust jeglicher Details in dunklen Flächen. Oftmals fällt auch starkes Rauschen auf, es sind einige analoge Defekte zu erkennen. Die Kompression verhält sich vergleichsweise unauffällig.
Bei den Veränderungen an den Farben und dem Kontrast handelt es sich mit ziemlicher Sichheit um Stilmittel, daher werden diese für die Bewertung nicht berücksichtigt.
Der Ton hingegen spielt in einer ganz anderen Liga. Der Lautstärkeregler wurde hier ganz nach rechts geschoben, der Bass wummert fröhlich vor sich hin und sowohl die Effekte als auch die Musik dringen glasklar an die Ohren der Zuhörer. Direktionale Effekte sind ebenfalls zur Genüge vorhanden, allerdings sind diese manchmal besonders im Rear-Bereich etwas zu leise abgemischt und gehen im Rest der Soundkulisse unter. Dadurch stellt sich wirkliches Raumgefühl nur eher selten ein. Die Musik wird auch von den hinteren Lautsprechern wiedergegeben, die meisten Dialogsequenzen klingen aber trotzdem etwas frontlastig. Überraschend ist nur, dass sich bei allen 3 Tonspuren (fast) haargenau das Gleiche abspielt – eine größere Differenz zwischen DTS und DD hätte ich mir schon gewünscht.
Das „Hinter der Kulissen“ Feature wurde leider nicht untertitelt und ist aufgrund der Sprachbarriere daher nur von geringfügigem Interesse. Ansonsten gibt es leider nur Trailer und Texttafeln.
Regisseur Rittikai hat mich vor kurzem, einige erinnern sich vielleicht noch, bereits auch Stunt Choreograh von „Revenge of the Warroir“ aus den Socken gehauen. „Born to Fight“ ist zwar nicht ganz so gut, aber dennoch ein ordentlicher Actionfilm geworden, der dem Fan des Genres auf jeden Fall gefallen wird.
Die Bildqualität der deutschen DVD von e-m-s ist zwar nicht schlecht, allerdings hätte ich mir von einem aktuellen Film etwas mehr erwartet. Beispielsweise ist der Transfer des Anfang-90er-Films "Full Contact" wesentlich besser als der von "Born to Fight". Der Ton ist hingegen sehr gut ausgefallen, die Extras eher uninteressant. Schade, besonders vom Bild her hätte der Film eine bessere Umsetzung verdient.
Kommentare
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