
Kham (Ong Bak – Star Tony Jaa) verfolgt eine Bande skrupellose Tierhändler, die seiner Familie zwei kostbare Elefanten gestohlen haben bis nach Sydney, Australien. Er muss die Elefanten wiederfinden, um die Ehre seiner Familie zu retten.
In der für ihn fremden Welt kann er jedoch nur überleben, wenn er selbst zum erbarmungslosen Kämpfer wird. Mit eisernen Fäusten steht er allein gegen einen schier übermächtigen Gegner...
Das Bild der deutschen DVD von „Revenge of the Warrior“ ist genau so, wie man es von einem aktuellen Blockbuster erwarten kann. Die Schärfe ist sehr gut und bietet gute Detailwiedergabe. Die Farben wirken trotz der stellenweise eingesetzten Stilmittel die meiste Zeit über kräftig und natürlich und auch der Kontrast liefert einen angenehmen Wert. Apropos Stilmittel, in einigen Einstellungen fallen auch „punktuelle Unschärfen“ auf, sodass z.B. an der unteren Kante oder in den beiden unteren Ecken größere Flächen unscharf sind. Dieser Effekt wurde eingesetzt, um die Aufmerksamkeit des Zuschauers auf bestimmte Bereiche des Bildes zu lenken und verschlechtert daher die Wertung natürlich nicht. Der einzige Kritikpunkt der DVD ist das stellenweise im Hintergrund auftretende Rauschen, das in seiner Intensität allerdings stark variiert. Während der Großteil des Films nahezu rauschfrei ist, gibt es einige Szenen (vor allem im 2. Drittel des Films im Yakuza-Haupquartier) die im Hintergrund doch deutlich rauschen. Dies könnte aber, da sich mit dem Rauschen auch die Farbgebung etwas verändert, auch auf die Verwendung unterschiedlicher Kameras zurückzuführen sein. Bis auf das zusätzlich kurzzeitig in homogenen Hintergrundflächen auftretende Blockrauschen verhält sich die Kompression unauffällig.
Trotz dieser minimalen Defizite ist das Bild von „Revenge of a Warrior“ sehr gut ausgefallen.
Auch der Ton ist e-m-s sehr gut gelungen. Schade finde ich lediglich, dass alle 3 Fassungen (nahezu) identisch klingen und der DTS-Ton seine wahre Stärke kaum ausspielen kann, allerdings weiß er auch in seinem tatsächlichen Zustand zu gefallen. Punkten können alle Tonspuren durch die sehr gute und präzise Dialogwiedergabe und den sehr gut differenzierten Raumklang, der schon alleine bei der Musik durch die raumgreifende Abmischung gutes Kinofeeling erzeugt.
Alles in Allem ist auch der Ton wirklich gut gelungen und wird einem aktuellen Action-Titel durchaus gerecht.
Während sich auf der ersten DVD nur einige Trailer und kurze Interview-Schnipsel finden, bietet die zweite DVD schon wesentlich interessanteres Bonusmaterial. Gesondert erwähnen möchte ich hier das sehr interessante Making Of zur genialen „One Shot Kampfszene“, allerdings ist dieses, wie auch das Workout mit Tony Jaa, von einem ziemlich breiten Rahmen umgeben, sodass das eigentliche Video nicht auf dem ganzen TV-Bildschirm zu sehen ist. Die Interviews sind recht interessant, der Rest wie z.B. Tony Jaas Promotiontour aus Mangel an Informationen wohl nur für eingefleischte Jaa-Fans sehenswert.
Wünschenswert wäre noch ein Audiokommentar zum Hauptfilm gewesen.
Mit seinen spektakulären Kämpfen und großartigen Akrobatik-Einlagen ist Tony Jaa auf dem besten Weg, der neue Asia-Action-Kultstar zu werden. Wenn er weiterhin Filme wie „Revenge of the Warrior“ macht, habe ich absolut nichts dagegen. Abgesehen von der etwas, sagen wir mal, seltsamen Story, ist der Film einfach nur perfekt. Großartige Kämpfe, viel Action, etwas Humor und auch recht gute Darsteller. Da auch die Qualität der deutschen DVD sehr gut ausgefallen ist, sollte jeder Fan asiatischer Actionfilme hier unbedingt zuschlagen.
Wichtiger Hinweis: Einen Nachteil hat die deutsche Fassung aber schon: Es handelt sich hierbei nicht um die ungeschnittene Fassung sondern lediglich um die unter Aufsicht von Luc Besson erstellte internationale Kinoversion. Hier wurden laut Schnittbericht (siehe Link-Sektion) ganze 324 Schnitte gezählt, allerdings handelt es sich bei 90% davon nur um sehr kurze Szenenübergangsverkürzungen oder kürzere Handlungsschnitte. Unlogisch(er als die ungeschnittene Fassung) wird diese Schnittfassung dadurch aber nicht. Die meisten Schnitte zielen nur darauf, den Film etwas mehr den westlichen Rezptionsgewohnheiten anzupassen und ihm generell etwas mehr Drive zu verleihen – dies ist den Cuttern auch gelungen, außer im ersten Drittel hat der Film kaum Längen und ich bin der Meinung, dass einige der entfernten (Handlungs)-Szenen den Film doch etwas verlangsamt hätten. Die genialen Kampfszenen blieben (bis auf ein paar Ausnahmen) weitestgehend unangetastet. Hinzu kommen einige veränderte Soundeffekte (z.B. der Knochenbrecher-Sound klingt in der deutschen Version etwas harmloser) und auch der Soundtrack wurde etwas überarbeitet. Der französische Rap im Abspann ist ein gutes Beispiel hierfür.
Asia Fans, die die internationalen Fassungen der diversen Jackie Chan Filme kennen und damit leben können, werden auch an der internationalen Schnittversion von „Revenge of the Warrior“ kaum etwas auszusetzen haben.
Ich persönlich sehe die Fassung auch nicht als normale „Cut-Fassung“ an sondern würde sie aufgrund der vielen Veränderungen wie Soundeffekte und Musik mehr in die Kategorie „Alternative Schnittfassung“ einordnen.
Kommentare
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