
Schlecht ist die Bildqualität von „Poseidon“ zwar nicht, allerdings fallen einige Fehler auf, die auch auf den meisten anderen aktuellen Warner-VÖs anzutreffen sind.
Hier wäre zum einen die nicht perfekte Bildschärfe. Während diese auf einem normalen TV-Gerät nicht auffallen wird, offenbart ein Beamer bei Totalen teilweise leichte Unschärfen, lediglich in Nahaufnahmen stimmen sowohl Kontur- als auch Detailschärfe. Die Farben wurden oft als Stilmittel leicht in Richtung blassrot getrimmt, ansonsten wirken sie aber kräftig und auch natürlich. Der Kontrast ist hervorragend und bietet vor allem in den vielen dunklen Szenen noch eine hohe Anzahl an Details und liefert zugleich aber einen perfekten Schwarzwert. Kompressionsfehler fallen zwar keine auf, mit einer höheren Bitrate hätte sich das Bild aber besonders in punkto Schärfe sicherlich noch aufwerten lassen. Wenn man bedenkt, dass nicht einmal zwei Drittel der DVD ausgenutzt wurden, ist das sehr schade...
Qualitativ sind beide Tonspuren auf der DVD identisch und wirken aufgrund der eher schwachen Höhenwiedergabe etwas dumpf. Der Subwoofer hingegen wird sehr oft eingesetzt. Die Dialoge bleiben aber dennoch gut verständlich. Der Rear-Bereich erfreut sich besonders im Zuge des Scores einiger guter Einsätze, auch Surround-Effekte finden sich des Öfteren auf den hinteren Boxen wieder.
Auf der ersten DVD (und somit auch der Single Disc Auflage) finden sich lediglich 2 Trailer als Bonus, wirklich berühmt ist die Bonus DVD aber auch nicht. Nur etwas mehr als 60 Minuten Specials sind hier zu finden – allerdings hat Warner scheinbar mehr auf Klasse als auf Masse gesetzt, da das Bonusmaterial sehr interessant ausgefallen ist. Alle 3 Featurettes betonen jeweils einen interessantes Aspekt der Produktion, abgerundet wird die Bonus-DVD mit einer Dokumentation über Monsterwellen, die viele Informationen sehr gut verpackt und einfach erzählt beinhaltet.
Wolfgang Petersens „Poseidon“-Remake musste sich von Seiten der Presse einiges gefallen lassen. Während einige Kritiker den Film sehr gut fanden, bezeichneten ihn andere als einfach nur fürchterlich. Ich für meinen Teil schließe mich der ersten Gruppe an, das action- und spannungsreiche Werk liefert neben guten Darstellern (allen voran natürlich Kurt Russel) sehr gute Special Effects und in Zusammenarbeit mit der teilweise sehr guten Abmischung ergibt sich für den Zuschauer das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein.
Fans spannender und unterhaltsamer Katastrophenfilme ohne Kitsch-Überdosis a la Titanic sind bei Poseidon sicherlich an der richtigen Stelle.
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