
Obwohl die Bildqualität der deutschen DVD von „The Hills Have Eyes“ sehr gut ist und die selbst die Erwartungen an einen aktuellen Kinofilm erfüllt, fehlt zur Referenzwertung noch ein kleines Stück.
Die Kompression hat zum Beispiel mit der enormen Datenmenge auf der DVD zu kämpfen – 100 Minuten Film, 2 Audiokommentare und ein 50minütiges Making Of ist nicht gerade wenig – sodass auf großen Projektionsflächen hier und da leichtes Blockrauschen in homogenen Flächen auffällt. Auf einem normalen TV-Gerät fällt dies aber nicht so stark auf. Ebenfalls minimal verbesserungswürdig ist die Konturschärfe.
Abgesehen von diesen, wirklich geringen, Fehlern ist „The Hills Have Eyes“ allerdings perfekt. Die Schärfe ist ansonsten grandios und zeigt selbst bei sehr weit entfernten Objekten eine sehr hohe Zahl an Details. Die Farben und der Kontrast wurden als Stilmittel sehr oft leicht verändert, was dem Bild manchmal einen leicht unnatürlichen farblichen Touch verleiht. Dies passt aber perfekt zur Atmosphäre und wirkt sich daher logischerweise nicht negativ auf die Bildwertung aus.
Auch dem Ton fehlt ein kleines Stück zur Referenzwertung. Die Abmischung ist zwar zumeist sehr gut gelungen, sodass sich fast permanent auf allen Kanälen etwas tut, in einigen Szenen (z.B. beim Kampf im „Haus der Freaks“) halten sich die hinteren Boxen etwas zurück. Hier gibt es lediglich sehr leise Musik zu hören – Soundeffekte sucht man vergeblich. Dadurch erweckt der Ton in diesen Szenen einen etwas frontlastigen Eindruck.
Die Dialogwiedergabe ist aber sehr gut gelungen, spricht jemand außerhalb des Bildes wurde sogar so gut abgemischt, dass sie teilweise sogar aus den hinteren Boxen zu hören sind.
Qualitative Unterschiede zwischen den beiden Sprachfassungen sind nicht vorhanden.
Legt man die DVD in den Player, kommt man zuerst in den erzwungenen Genuss 3er Trailer. Diese lassen sich zwar vorspulen, mit der Menü-Taste direkt ins Hauptmenü zu springen ist aber nicht möglich!
Der Rest des Bonusmaterials macht da schon einen besseren Eindruck. Das 50minütige Making Of ist sehr gut gelungen, da es auf sehr informative und interessante Art und Weise die Produktion dieses Films erläutert. Weitere Informationen kann man sich in den beiden Audiokommentaren „abholen“, die ebenfalls einige Infos über die Entstehungsgeschichte des Filmes beinhalten. Einer dieser Kommentare wird sogar von Wes Craven gesprochen, der sich zum einen für das Original aus 1977 verantwortlich zeigt und hier als Produzent fungiert. Besonders die von ihm beschriebenen Parallelen/Unterschiede zum Original sind sehr interessant.
Außerdem finden sich noch ein Musikvideo sowie einige Trailer auf der DVD.
Auf DVD veröffentlicht 20th Century Fox auch hierzulande die verlängerte Unrated-Fassung von Alexandre Ajas Remake von Wes Cravens Kultfilm „The Hills Have Eyes“. Diese bietet etliche neue und alternative Einstellungen, sodass der Film im Endeffekt wesentlich härter wirkt als noch im Kino. Bei einigen Szenen ist es schon sehr verwunderlich, dass diese Fassung von der FSK noch eine KJ-Freigabe bekommen hat.
Die Qualität der deutschen DVD-Fassung ist hervorragend, allerdings wäre es für die Kompresion sicherlich von Vorteil gewesen, das Making Of auf einer separaten DVD zu speichern.
Horrorfans können aber bedenkenlos zugreifen.
Kommentare
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