
Wer ist der Mann, der sein entstelltes Gesicht hinter einer Maske verbirgt? Held oder Wahnsinniger? Wer ist V - und wer wird ihm beistehen im Kampf gegen das totalitäre System, das seine Bürger unterdrückt?
Von den Machern der 'Matrix'-Trilogie kommt 'V wie Vendetta', eine fesselnde und kompromisslose Vision der Zukunft, basierend auf dem wütend-anarchistischen Comic. Natalie Portman spielt Evey, eine junge Frau aus der Arbeiterklasse, die nicht weiß, ob ihr Held selbst zu dem wurde, was er eigentlich bekämpft. Hugo Weaving spielt V - den charismatischen, von Rachegelüsten besessenen Freiheitskämpfer, und Stephen Rea einen Inspector beim verzweifelten Versuch, den Unbekannten zu schnappen, bevor V die Revolution entfacht. Es steht viel auf dem Spiel. Die Spannung steigt. Die Handlung überschlägt sich. Auf wessen Seite stehst Du? V akzeptiert keine neutrale Position!
V for Vendetta hat von Warner einen soliden Bildtransfer bekommen, mehr aber leider auch nicht. Vergleicht man gerade mit dem zuletzt rezensierten „Mord und Margaritas“ oder auch „16 Blocks“ bekommt man bei Vendetta wieder mal nur ein gerade knapp überdurchschnittliches Bild für einen neuen Film geboten. Das Hauptproblem ist die Schärfe und der Kontrast. Die Schärfe ist nur in Nahaufnahmen als gut zu werten, ansonsten ist das Bild leider etwas weich geraten. Vor allem Totalen haben unter diesem Umstand zu leiden. Auch ist die Kantenschärfe sehr schwammig. Die Gesamtschärfe ist zwar noch als angenehm zu werten und man kann den Film auch geniessen, aber andere neue Titel haben bewiesen das es einfach besser gehen muss bei einem brandaktuellen Film wie Vendetta. Der Kontrast ist dann auch nicht gerade optimal. In dunkeln Szenen werden regelmässig mal halbe Gesichter oder so verschluckt. Nicht durchgehend zwar glücklicherweise, aber eben immer wieder. Der ansonsten düstere Look ist sicher beabsichtigt. So ist auch die Farbgebung alles andere als neutral was aber eben Stilmittel ist. Leichtes Rauschen ist leider auch durchgehend präsent. Teilweise wird es auch etwas stärker. Analoge Defekte gibt es wie nicht anders zu erwarten kaum. Die Kompression arbeitet weitgehend fehlerfrei, fällt aber manchmal durch Blockrauschen und leichte Artefaktbildung auf. Insgesamt ein solider Transfer. Nicht mehr, nicht weniger.
Die beiden Tonspuren unterscheiden sich leicht. Die englische Spur wirkt etwas feiner aufgelöst als die deutsche Tonspur. Ansonsten sind keine wesentlichen Unterschiede zu erkennen. Dialoge sind immer klar verständlich und der Sound kann in den wenigen Actionszenen des Films auch ordentlich aufdrehen. Macht definitiv Spass und ist dem Film mehr als nur angemessen.
Hier wird uns wieder mal mehr als nur die Standardausrüstung geboten. Bei einem 2 Disc-Set darf man das aber auch erwarten. Leider aber wirken die auf den ersten Blick reichhaltigen Extras nicht sehr gehaltvol. Die 3 Dokus und das Making Of sind recht oberflächlich. Man erhält zwar dennoch einen ordentlichen Einblick in die Entstehung des Films und auch über die Hintergründe, aber das meiste wird nur angerissen. Schade, da wäre mit einer langen ausführlichen Doku sicher mehr möglich gewesen. Das Musikvideo und der anamorphe Kinotrailer runden das Angebot ab. Insgesamt sicher mehr als bei vielen aktuellen Filmen der letzten Zeit. Aber dennoch hätte es für ein 2-Disc-Set gehaltvoller sein müssen.
V wie Vendetta ist ein spezieller Film zudem wohl nicht alle den Zugang finden werden. Dazu ist er natürlich obwohl sehr ernsthaft erzählt in einigen Szenen Vorlagengemäss comichaft dargestellt was eine eimalige Mischung ergibt. Der Film hat ne Aussage und weiss es mit visueller Bildgewalt und guten Darstellern diese zu transportieren. Man muss sich einfach darauf einlassen können Warner spendiert dem eine grundsolide DVD. Leider nicht mehr. Aber wenigstens auch nicht weniger.
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