
"A Hole in My Heart" wurde auf DV-Material gedreht, um einen dokumentarischen und realistischen Stil zu erhalten. Dementsprechend ist auch die Qualität des Bildes ausgefallen, welches allerdings eben gerade für so eine Produktion wirklich sehr gut aussieht. Die Schärfe ist sogar einigermaßen gut ausgefallen, der Kontrast ist wechselhaft (helle Szenen überstrahlen, in dunklen ist wenig zu erkennen). Die Farben sind sehr kräftig und somit ebenfalls gut.
Somit kann man - aufgrund des Ausgangsmaterials - wirklich sehr zufrieden mit dem Bild sein, das das Maximum rausholt!
Wenngleich auch von den Rearsprechern eigentlich gar nichts zu hören ist - was wohl an der Natur des Films selbst liegt - kann man mit beiden 5.1 Spuren zufrieden sein. Immer gut verständlich und fehlerfrei - so präsentieren sie sich nämlich!
Die deutsche Synchronisation ist ebenfalls sehr gut gelungen, wenngleich der schwedische Originalton um einiges natürlicher (da direkt vom Set und nicht nachsynchronisiert) ausfällt.
Sehr interessant ist die Featurette "A Hole in My Second Heart" geworden, die während der Dreharbeiten zum Film entstanden ist: Die Darsteller kamen zu einem gewissen Zeitpunkt mit Moodyssons Art zu drehen absolut nicht mehr zurecht und daraus resultiert ein Streitgespräch auf einer Couch. Ob sich diese "Legende" wirklich so zugetragen hat, kann ich zwar nicht sagen, spannend ist es aber (dank deutscher Untertitel) dennoch.
Ansonsten finden sich zwar nur Trailer auf dem Silberling, dafür gibt es, wie schon bei den Kino Kontrovers Veröffentlichungen zuvor, ein informatives Booklet, welches der DVD beigelegt ist.
"A Hole in My Heart" von "Lilja 4-ever" Regisseur Lukas Moodysson schlägt in etwa dieselbe Richtung ein, ist dabei zwar schockierender und "kontroverser", kratzt aber dafür auch nur an der Oberfläche. Das macht den Film aber nicht weniger sehenswert, denn wer sich für experimentelles Kino interessiert, welches sich vor allem mit "kaputten" Persönlichkeiten beschäftigt, der findet in "A Hole in My Heart" sicherlich einen würdigen Vertreter dieses Genres.
Die DVD in der Reihe von "Kino Kontrovers" (Nr. 3) ist ebenfalls uneingeschränkt weiterzuempfehlen und bietet das Maximale, was technisch möglich war, ohne den Stil des Films zu verfälschen.
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