
Mit "Land of the Dead" schafft Universal wieder einmal einen guten Transfer, der trotz aller positiven Eigenschaften jedoch nicht als Referenz herangezogen werden kann. Grundsätzlich kann man mit der Leistung durchaus zufrieden, die Fehler machen sich lediglich im Detail bemerkbar. Tadellos werden in jedem Fall die Farben wieder gegeben. Obwohl hier durchaus mit Farbfilter gearbeitet wurde, wirken die Farben trotz einer gewissen Kühle natürlich. Der Kontrast gibt sich da schon ein wenig ambivalenter. Zwar ist der Schwarzwert ein Traum, allerdings werden bei Dunkelheit immer wieder Details verschluckt. Auch die Schärfe bleibt trotz einer gelungenen Leistung nicht von Tadel verschont. Zwar werden bei Nahaufnahmen die Details sehr gut wieder gegeben und auch die Kantenschärfe ist in Ordnung. Sobald aber etwas Bewegung ins Spiel kommt nimmt leider auch der Grad an Unschärfe zu. Abschließend kann man noch positiv das Rauschverhalten und die meist unauffällige Kompression anführen, weswegen unterm Strich eine Gesamtbewertung von "4 Sternen" gerechtfertigt scheint.
Der Ton weist eine ähnliche Natur wie das Bild auf. Zwar kann man hier durchaus von einem gelungenen, satten Ton reden - das auditive Aha-Erlebnis bleibt allerdings aus. Die Nutzung der Rearspeaker beschränkt sich in erster Linie auf die Wiedergabe des Scores, der dadurch für eine gelungene Räumlichkeit sorgt. Surroundeffekte sind zwar vorhanden, doch treten diese meist als atmosphärische Umgebungsgeräusche in Erscheinung. Dagegen wäre grundsätzlich nichts einzuwenden, wenn die Rearspeaker auch sonst mehr Arbeit bekommen würde. Wenn es denn dann mal zur Sache geht dominiert leider die Front und die Rears verkommen eher zu Nebendarstellern. Hier hätte man sich eine ausgewogenere Abmischung gewünscht.
Im Vergleich zur deutschen Tonspur kann man bei der Originalfassung zwar auch keine riesigen Qualitätssprünge ausmachen, dennoch wirkt diese druckvoller, was vor allem dem besser abgemischten LFE-Kanal zu verdanken ist.
Obwohl die einzelnen Beiträge des Bonusmaterials generell nicht besonders lang ausgefallen sind, können sie inhaltlich doch überzeugen. Vor allem die Beiträge über die SFX sind äußerst sehenswert.
20 Jahre nach "Day of the Living Dead" hat sich Altmeister George A. Romero wieder jenem Genre zugewendet, mit dem er einst berühmt wurde. Eine ausführliche Filmkritik findet ihr in unserer entsprechenden Sektion (siehe Link oben).
Die Qualität der DVD ist zwar wie schon erwähnt nicht referenzverdächtigt, sie kann jedoch in jeder Bewertungskategorie überaus positiv abschließen. Vor einem Kauf braucht man sich also nicht zu fürchten, vor dem cineastischen Inhalt dann schon.
Kommentare
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