
"Shadow of the Vampire", der erste Film von
Nicolas Cages Produktionsfirma Saturn Films,
geht dieser Frage nach in einem witzigen, atmosphärischen
und fiebrigen Schocker, der von dem
großen deutschen Filmemacher F.W. Murnau und
den Dreharbeiten zu dessen unvergesslichen
Meisterwerk "Nosferatu" inspiriert wurde. Zu gleichen Teilen
düsterer Horrorfilm, Hommage an die goldene Ära des
Stummfilms, pechschwarze Komödie und Meditation über die
Opfer, die man für Kreativität bringen muss, bietet "Shadow of
the Vampire" das atemberaubende Duell von zwei der größten
Schauspieler unserer Zeit. John Malkovich als Murnau und
Willem Dafoe als Schreck laufen zu großer Form in dem zweiten
Spielfilm von E. Elias Merhige auf.
Im Osten Europas will F.W. Murnau (John Malkovich) vor Ort den
größten und realistischsten Film aller Zeiten drehen: "Nosferatu"! Um
sein Ziel zu erreichen, hat Murnau einen echten Vampir, Max
Schreck (Willem Dafoe), für die Hauptrolle engagiert. Die Crew ist
ahnungslos, erfährt nur, dass Schreck seine Rolle sehr ernst nimmt
und man ihn deshalb niemals bei Tageslicht und immer in seinem
Kostüm antreffen wird. Die ersten Aufnahmen sind phänomenal,
doch schon bald beginnen die ersten Mitglieder des Teams, sich
auffallend schwindelig und blutleer zu fühlen. Es dauert nicht lang,
bis man den ersten Toten zu beklagen hat. Entgegen aller
Abmachungen denkt Schreck nicht daran, seinen Blutdurst im Zaum
zu halten. Jetzt ist es zu spät für eine Umkehr. Murnau weiß, dass
ein Künstler Opfer bringen muss - auch wenn sich "Nosferatu" als
Angelegenheit auf Leben und Tod entpuppt...
Die Farben und der Kontrast des Bildes gehen durchaus in Ordnung, auch wenn in dunkeln Szenen im Hintergrund hier und da mal ein Gegenstand in Schwarzer Masse verschwindet. Auch über die Schärfe lässt sich nichts negatives finden, außer dass die Qualität auf der 3 Meter Leinwand natürlich mit einer modernen Major-DVD nicht mehr vergleichbar ist. Außerdem fallen in größerer Ansicht permanent Rauschmuster auf, die aber nicht stehen sondern immer brav mit dem Bild mitwandern...
Anmerkung: Das Bild der US-DVD wird in 2,35:1 abgetastet - möglicherweise handelt es sich hier um eine gezoomte Fassung.
Gegen die Soundqualität lässt sich auch nicht viel aussagen. Bei den Schwarz-Weiß-Aufnahmen hat man versucht, auch den Ton etwas „alt“ klingen zu lassen und vor guten Ohren lässt sich auch minimalstes Rauschen nicht verbergen. Stellenweise sind einige Musikeinlagen viel zu laut bzw. die Dialoge etwas zu leise abgemischt. Durch diese kleinen Fehler ist auch der Ton nur Durchschnitt. Außerdem kommt nur stellenweise cooles Raumgefühl auf.
Die verschiedenen Special Feature sind durchaus interessant und man erfährt so einiges über den Dreh des Films. Obwohl, eigentlich ist ja der ganze Film mehr eine Art Bonusmaterial zu dem Original „Nosferatu“. Quasi eine Mainstream-Dokumentation...
Diese DVD kann man sich, wenn einen der Film interessiert, durchaus in den Schrak stellen. Man wird sicher nicht allzu negativ überrascht, Luftsprünge wird man aber besonders wegen des nervigen Menüs (man muss warten, bis der richtige Menüpunkt sichtbar ist und dann auf Enter drücken) und der durchschnittlichen Qualität auch keine machen. Abschließend sei noch gesagt, dass der Film eigentlich eine gute Wendung hat und die wird auf knapp 1,5 Stunden aufgeblasen. Dies ergibt Langeweile pur, aber jeder soll für sich selbst entscheiden können, ob er den Film haben will, oder nicht.
Kommentare
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