
Obwohl man sich für eine, im Prinzip, „Transfer-freundliche“ 2-DVD Veröffentlichung entschied, bietet das Bild nicht jene Qualität, welche man sich eigentlich erhofft hat. Vor allem das altbekannte Spiel „Weich durch Rauschfilter, Doppelkonturen durch Nachschärfen“ kommt bei „Butterly Effect“ wieder einmal deutlich ans Tageslicht.
Im Detailbereich braucht man sich daher auch keine wirklich guten Schärfewerte erwarten, dafür sorgen schon die üppig eingesetzten Rauschfilter. Immerhin sind Farbgebung sowie Kontrast in Ordnung. Zwar wirkt das Bild mitunter etwas düster, aber damit wird es lediglich der Handlung gerecht, von einem Fehler kann man hier nicht sprechen. Gesamt betrachtet hat man es hier also trotz allem mit einem Transfer zu tun, der insgesamt zwar recht gut ausgefallen ist. Dennoch lässt es sich nicht verleugnen, dass man hier weit hinter den Möglichkeiten des Mediums zurück geblieben ist.
Während die englische Tonspur sogar als Dolby Digital EX Abmischung vorhanden ist, sucht man bei der deutschen Synchronisation den zusätzlichen Backkanal vergeblich. Eine manuelle Aktivierung lohnt sich allerdings dennoch, wenngleich die Originalfassung insgesamt ausgewogener wirkt. Seine auditiven Höhepunkte erlebt der Film sicherlich während der „Flashbacks“ die stets mit gehörigen Dynamiksprüngen aufwarten können. Dazwischen gibt sich der Sound zwar bemüht, was sich vor allem in netten Umgebungsgeräuschen verdeutlicht, aber nicht unbedingt begeisternd. Die Ursache hierfür liegt allerdings auch im Film selbst, der ja nicht unbedingt eine ideale Plattform für ein Surround-Feuerwerk ist.
Das Bonusmaterial ist recht ordentlich ausgefallen. Man bekommt sogar den Film als Director's Cut geboten, allerdings nur in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Darüber hinaus gibt es noch diverse Featurettes und zwei recht interessante Dokumentationen.
Was wäre wenn man seine Vergangenheit verändern könnte? Mit der Beantwortung dieser Frage beschäftigt sich "Butterfly Effect" und bietet so rund 100 Minuten gute Unterhaltung. Vor allem Ashton Kutcher entpuppt sich als angenehme Überraschung. Ein Oscar wäre zwar zuviel der Würdigung, aber das Resultat fiel, ob seiner sonstigen Auftritte, mehr als positiv auf.
Ebenso positiv kann man sich auch über die DVD äußern. Obwohl vor allem beim Bild mehr möglich gewesen wäre, stellt das Endprodukt doch zufrieden.
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