
Wurde an dieser Stelle noch die teils mangelhafte Bildschärfe des Theatrical Cuts kritisiert, so ist dieser Makel beim Extended Cut weitgehends beseitigt worden. Man merkt dem Transfer zwar immer noch an, das er noch etwas Verbesserungspotential inne hat, generell ist das Ergebnis aber sehr gut. Erfreulich jedenfalls, dass die verbesserte Detailschärfe ohne störendes Edge Enhancement auskommt. In den anderen Berwertungskriterien kann der Urated Extended Cut den Theatrical Cut kaum toppen, war doch dieser schon wirlich äußerst gelungen. Auch hier hat man es mit einem herausragenden Kontrast zu tun, der einen perfekten Schwarzwert gewährleistet. Auch die schon bekannte bläulich-sterile Farbpalette kommt mit Hilfe des guten Kontrastes wieder sehr schön zur Geltung. Und wie schon die erste Veröffentlichung ist auch diese hier frei von Defekten: kein Rauschen, keine Kratzer, keine Drop Outs. Insgesamt kann man daher sehr wohl von einer Steigerung sprechen, für die volle Punktezahl reicht es aber noch nicht ganz.
Konnte beim Bild gegenüber dem Theatrical Cut noch etwas Boden gut gemacht werden, so war dieses Vorhaben beim Ton so gut wie unmöglich, da schon die Abmischung der Erstveröffentlichung wirklich sensationell war. Ob der Soundtrack des Unrated Extended Cuts nun wirklich besser ist, kann man auch bei direktem Vergleich nicht sagen, fest steht aber, dass auch diese Abmischung schon kräftig an die ehrwürdige Halle der Referenztöne anklopft. Wie schon vom Theatrical Cut bekannt sorgt die perfekte Belegung der Surroundkanäle für eine imposanten Räumlichkeit, die nicht zuletzt auch der gut eingesetzten Musik zu verdanken ist. Bei den diversen Schießereien und Kämpfen wird abermals neben gut ortbaren Surroundeffekten eine hervorragende Dynamik geboten. Und trotz eines dominanten LFE-Kanals versteht es dieser Ton nicht nur im auditiven Keller 'umzurühren', auch die Höhen werden sehr schön wieder gegeben. Besonders erwähnenswert in diesem Zusammengang ist das kristallklare Klirren der Patronenhülsen, wenn diese auf den Boden fallen. Trotz aller Effekte bleiben aber auch die Dialoge stets verständlich und ertönen sauber aus dem Center. Hier hat man es also wieder einmal mit einer Abmischung zu tun, die die Vorzüge eines Heimkinos wieder einmal sehr schön zur Geltung bringt.
Neben einem neuen Audiokommentar gibt es etliche Featurettes und eine recht Lange Dokumentation über das Thema Werwölfe und Vampire. Unverständlich allerdings, wieso nicht sämtliches Bonusmaterial auf Disc 2 ausgelagert wurde, dem Bild hat diese Entscheidung sicherlich geschadet. Vermutlich spart man sich das allerdings für eine Superbit Edition auf.
Und wieder ein Film der sich dem Kapitel 'vergebene Chance' zuordnen darf. Zwar ist dieser Mix aus 'Blade' und 'Matrix' nicht wirklich schlecht, als ein Topfilm des Jahres kann er allerdings auch nicht bezeichnet werden. Zuviel wurde von anderen Filmen übernommen, zuwenig Eigenständigkeit darf dieser Film sein eigen nennen. Immerhin kann man sich aber auf runde zwei Stunden nette Unterhaltung einstellen, und man muss sich auch nicht ärgern, wenn man 'Underworld' auf DVD sein eigen nennt. Und das ist in Zeiten, wo eine cinematographische Enttäuschung die nächste jagt auch schon etwas ;)
Schon beim Release der Special Edition wußte man, dass Columbia bald eine neue Veröffentlichung nachschieben wird. Dass hier aber nicht gleich eine Superbit-DVD herausgebracht wurde, sondern ein 'normaler' Extended Cut verwundert aber doch ein wenig, denn dass auch dieser Veröffentlichung eine Superbit folgen wird ist so gut wie sicher. Immerhin wurde hier aber zumindest eine bessere Bildqualität erzielt, der Ton war ja schon beinahe perfekt. Zuviel darf man sich aber vom 'Unrated Extended Cut' nicht erwarten. Hier wird weder mehr, noch brutaler gemeuchelt, viel mehr gibt es feinere Änderungen und zusätzliche Dialogszenen, die dem Film mehr Tiefe verleihen.
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