
Dass neue Columbia-DVDs nicht immer durch eine sehr gute Bildqualität von sich reden machen, ist schon von 'xXx' und '3 Engel für Charlie - Volle Power' bekannt - Underworld macht hier leider keine Ausnahme. Und wie könnte es auch anders sein, wieder einmal ist die mangelhafte Bildschärfe der Stein des Anstoßes. Auf den ersten Blick ist das Bild zwar mit ausreichender Schärfe gesegnet, bei näherer Betrachtung erkennt man allerdings, dass gerade im Detailbereich Defizite auftreten. Durch die Dominanz bläulicher Farben und durch den dunklen Kontrast, wird dem Bild ein eigener Look verliehen. Es wirkt dadurch kühl und düster - ganz dem Filminhalt entsprechend. Dies ist zwar etwas eigenartig, allerdings durchaus passend und gewollt. Von der oben kritisierten Bildschärfe einmal abgesehen, ist das Bild allerdings frei von Defekten: kein Rauschen, keine Kratzer, keine Drop Outs. Insgesamt kann man daher von einem guten Bild sprechen, wenngleich bei einer 2003er Produktion mehr möglich sein müßte.
Wo das Bild vielleicht ein wenig enttäuscht, glänzt dafür der Ton umso mehr. Durch eine beinahe perfekte Belegung der Surroundkanäle wird eine imposanten Räumlichkeit vermittelt. Und sollten die Rearspeaker einmal nicht mit Effekten versorgt werden, so springt die Filmmusik ein. Bei den diversen Schießereien und Kämpfen wird neben den guten Surroundeffekten eine hervorragenden Dynamik geboten, besonders der LFE-Kanal sei an dieser Stelle positiv erwähnt. Generell kann man sich also auf ein wahres Effektgewitter einstellen, dass die Vorzüge eines Heimkinos wieder einmal sehr schön verdeutlicht.
Im Bonusbereich findet man u.a. zwei Audiokommentare ein Making of und ein Musikvideo. Darüber hinaus gibt es noch diverse Trailer zum Thema 'Vampir'. Als Referenz werden diese Extras zwar nicht in die Geschichte eingehen, zufrieden sein kann man alle mal.
Und wieder ein Film der sich dem Kapitel 'vergebene Chance' zuordnen darf. Zwar ist dieser Mix aus 'Blade' und 'Matrix' nicht wirklich schlecht, als ein Topfilm des Jahres kann er allerdings auch nicht bezeichnet werden. Zuviel wurde von anderen Filmen übernommen, zuwenig Eigenständigkeit darf dieser Film sein eigen nennen. Immerhin kann man sich aber auf runde zwei Stunden nette Unterhaltung einstellen, und man muss sich auch nicht ärgern, wenn man 'Underworld' auf DVD sein eigen nennt. Und das ist in Zeiten, wo eine cinematographische Enttäuschung die nächste jagt auch schon etwas ;)
Ein klein wenig darf man sich auch über diese DVD enttäuscht zeigen - zumindest beim Bild wäre eine Qualitätssteigerung möglich gewesen. Bei Columbia bekommt man allerdings immer mehr das Gefühl, als würde man absichtlich in Sachen Bildqualität etwas zurückhaltend sein, damit man die Superbit DVDs besser anpreisen kann.
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