John Rambo nur gekürzt in deutschen Kinos
Wie die bereits im Vorfeld zu John Rambo veröffentlichten Trailer bewiesen, sollte dieser Film der wohl blutigste und auch brutalste Teil der Quadrilogie werden – ein Faktum, das die FSK nun auch entsprechend „gewürdigt“ hat.Auf VHS erschienen alle drei Rambo-Filme ursprünglich nur in gekürzter Fassung in Deutschland, erst Kinowelt verschaffte allen drei Titeln ein ungeschnittenes Release sowohl auf VHS als auch in späterer Folge (in mittlerweile vielen Auflagen) auf DVD. Rambo passierte die FSK-Prüfung hierbei mit eine FSK 16 Freigabe, Rambo II erhielt in der unzensierten Fassung eine FSK 18 Freigabe und wurde indiziert, Rambo III erschien hingegen gänzlich ungeprüft und steht momentan ebenfalls auf dem Index für jugendgefährdende Medien.
Ein ähnliches Schicksal wurde nun auch der Fortsetzung John Rambo beschert. Nachdem die FSK diesem Film die Freigabe verweigert hat ging Warner in Berufung aber auch bei der erneuten Begutachtung wurde die ungeschnittene Fassung immer noch abgewiesen. Bei der letzten Prüfung legte Warner dann nur mehr eine gekürzte Fassung vor, die in der FSK-Datenbank mit einer Laufzeit von 90 Minuten aufscheint, was Kürzungen im Ausmaß von ungefähr 1 Minute in Aussicht stellt. Auf ein zusätzliches Kürzel bzw. eine Angabe, dass es sich um eine geschnittene Fassung handelt wurde in der FSK-Datenbank verzichtet.
Der genaue Prüfentscheid lautet auf Keine Jugendfreigabe, feiertragsfrei.
Bekommt ein Film in seiner ungeschnittenen Fassung keine Freigabe von der FSK ist dieser als „schwer jugendgefährdend“ zu sehen, was auch eine ungeschnittene DVD-Auswertung mit FSK-Plakette unmöglich macht. Dort wird aufgrund der einfacheren Beschaffungsmöglichkeiten für Jugendliche bereits bei einer leichten Jugendgefährdung die Freigabe verweigert.
Ein anderes Kapitel stellt die österreichische Kinofassung dieses Films dar. Rein rechtlich gesehen wäre es kein Problem, den Film in Österreich in seiner ungeschnittenen Fassung in die Lichtspielhäuser zu bringen (wie es beispielsweise Columbia Tristar bei The Punisher (2004) gemacht hat), allerdings war auch von dem in Deutschland mit einem ähnlichen Schicksal behafteten Horrorfilm The Texas Chainsaw Massacre: The Beginning in Österreich nur die geschnittene Fassung zu sehen.
Alle Unterschiede zwischen der gekürzten deutschen Kinofassung (Keine Jugendfreigabe) und der ungeschnittenen deutschen DVD (Spio/JK) können in unserem ausführlichen Schnittbericht nachgelesen werden.
Kinostart des Films ist der 14.2.2008.
Details zum Film
Makinf Of Clip mit Behind the Scenes Material

Quelle: FSK





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