Danmaku Unlimited 3 [Nintendo Switch]

Verfasst von Christian Suessmeier am 23.03.2018 um 14:48

 

Kugeln aus der Hölle

 

Das Genre der Shoot’em Ups wie „Gradius“ oder „R-Type“ ist schon so alt wie die Geschichte der Konsolen selber. Doch irgendwann verschwanden die Spiele leider von der Bildfläche und wurden von der extremeren Variante, den sogenannten Bullethell-Shootern abgelöst.

Diese sind durch ihre zahlreichen Projektile auf dem Screen und den recht hohen Schwierigkeitsgrad gefürchtet, haben aber zahlreiche Anhänger auf dem Globus. Auf der Switch erschien nun mit „Danmaku Unlimited 3“ ein solcher Shooter, der aber ungewöhnliche Wurzeln hat. Denn normalerweise haben solche Spiele ihren Ursprung in den Spielhallen, „Danmaku Unlimited“ hingegen aber auf dem Smartphone. Ob das Spiel trotzdem mit seinen großen Kameraden mithalten kann, verraten wir euch im Test.

 

Alien Attack!

 

Die Story von „Danmaku Unlimited 3“ passt wohl locker auf ein Reiskorn und ist nicht sonderlich ausgeschmückt. So wird eure Heimat von bösen Außerirdischen angegriffen und es liegt an euch und eurem Schiff, der Valkyria, dieses Unheil abzuwenden.

Daher ballert ihr euch durch zahlreiche Levels und stellt euch, teils bildschirmfüllenden Gegnern. Neben dem normalen Spielmodus gibt es auch den „Spirit/Gaze“-Modus, der euch für besonders riskantes Spielen belohnt. Dazu aber später mehr.

 

 

Kugeln, Projektile, Funkenflug

 

In eurem Kampf gegen die Invasoren habt ihr drei Möglichkeiten euch zu wehren. Diese legt ihr am Anfang eines jeden Spiels fest und wählt dabei aus unterschiedlichen Varianten. So habt ihr normalerweise einen Standardschuss(dessen Streuung ihr variieren könnt), einen Strahlenschuss, der euren Gegner fixiert und die im Genre recht beliebte Smartbomb.

Letztere wird auch ausgelöst, wenn euch ein feindliches Projektil trifft und dient somit quasi als Energieleiste. Sind alle Bomben durch Treffer verbraucht, zerstört der nächste euer Schiff und es heißt „Game Over!“.

Im Grunde geht es in „Danmaku Unlimited 3“ aber wie in jedem Arcade-Shooter um die Jagd auf den Highscore und den möglichst perfekten Run. Und hierfür gibt es einige spannende Mechaniken im Spiel. So wandeln sich die feindlichen Projektile nach deren Zerstörung zu Punkteorbs, die eure Tranceleiste füllen. Ist diese Leiste voll, könnt ihr den Trance-Modus auslösen in dem zerstörte Feinde Gold hinterlassen, was euren Highscore natürlich in die Höhe treibt. Habt ihr den „Spirit/Gaze“-Modus ausgewählt, wird eure Trance-Leiste auch gefüllt, wenn ihr feindliche Geschosse so knapp berührt, dass Funken fliegen.

 

Feinfühlig und nervig

 

Besonders wichtig bei einem Bullethell-Shooter sind präzise Umsetzungen der Eingaben am Pad und das schafft „Danmaku Unlimited 3“ hervorragend. Egal ob mit Pro Controller oder JoyCon, das Schiff lässt sich prima durch die feindlichen Projektil-Gewitter steuern und navigieren. Die Grafik ist dabei zweckmäßig, die Ursprünge auf Smartphone & Co. lassen sich aber nicht leugnen. Was ziemlich unangenehm auffällt ist die Musikuntermalung. Erwartet man bei solch einem Shooter treibenden Rock oder elektronische Klänge, hat man sich leider für Metalcore(ohne Gesang) entschieden. Gegen die Musikrichtung an sich kann man nichts sagen, allerdings ist die Qualität im Spiel nicht besonders gut und leider ziemlich nervig. Für den besten Genuss also lieber Kopfhörer mit der eigenen Lieblingsmusik aufsetzen und den Ton des Spiels ausschalten.

Lobenswert sind einige Zusatzoptionen des Spiels wie wählbare Wallpaper, da das Spiel ja genre-typisch nur einen kleinen Bildschirmausschnitt belegt oder sogar die Möglichkeit, das Bild zu kippen. Außerdem könnt ihr auch noch in einem Boss Rush-Modus einen Endgegner nach dem Nächsten angehen.

 

 

FAZIT: Netter Shooter für Zwischendurch

 

„Danmaku Unlimited 3“ ist sicherlich kein so großartiger Shooter wie sie in den letzten Jahren von Studios wie Cave kamen. Dafür hat das Spiel ein zu simples Spielprinzip und lässt den besonderen Kniff vermissen. Auch Dinge wie die nervige Musik, fehlende Storysequenzen oder die recht einfache Optik lassen den Titel eher zum mittelmäßigen Spiel verkommen.

Wer aber einen kleinen Shooter für Zwischendurch sucht und gerne auf Highscore-Jagd geht, kann gerne mal reinspielen. Lobenswert sind Boni wie der drehbare Bildschirm und die Extra-Modi, aber eine abwechslungsreichere Optik und vor allem eine bessere Musik hätten den Shooter vermutlich etwas weiter nach vorne gebracht. Fans des Genres werden sowieso mal reinschauen, allen anderen sollten „Danmaku Unlimited 3“ erst einmal genauer unter die Lupe nehmen.