Super Meat Boy [Nintendo Switch]

Verfasst von Christian Suessmeier am 15.01.2018 um 16:53

 

Der Indie-Vorreiter!

 

Im Jahr 2010 waren Indiespiele auf den Konsolen zwar schon ein Thema, aber weitem nicht so groß wie heutzutage. Die Xbox 360 und Microsoft boten damals die besten Voraussetzungen für Entwickler von kleineren Spielen, denn auf dem Xbox Marktplatz ließen sich die Titel sehr einfach veröffentlichen.

Doch als „Super Meat Boy“ in die virtuellen Regale kam, löste das geradezu einen Boom aus, der bis heute anhält. Das spaßige, aber bockschwere Jump’n’Run sprach damals nicht nur Freunde von alten Spieleklassikern an, sondern auch jüngere Gamer, die eine Herausforderung suchten. Mittlerweile wurde der Titel viele Millionen mal heruntergeladen und ist auf fast jeder aktuellen Plattform zuhause. Auf der Switch wurde nun auch eine Version von „Super Meat Boy“ veröffentlicht und wir verraten euch in unserem Test, ob das Spiel auch acht Jahre nach dem Release noch begeistern kann. Wer übrigens mehr zur Entwicklung des Spiels wissen möchte, dem sei die Doku „Indie Game: The Movie“(u.a. auf Netflix) empfohlen.

 

 

Junge aus Fleisch sucht Mädchen mit Bandagen

 

Die Story von „Super Meat Boy“ ist schnell erzählt, aber ein Allzeit-Klassiker und hat schon unzählige Helden beschäftigt. Denn Meat Boys Freundin Bandage Girl wurde vom bösen Dr. Fetus entführt. Nun liegt es also an euch, die große Liebe vom kleinen Klumpen Fleisch zu retten und euch allerlei Gefahren gegenüberzustellen.

In über 100 Level müsst ihr fortan über Abgründe springen, Kreissägen ausweichen und den Kontakt mit allerlei tödlichen Substanzen vermeiden. Hierfür habt ihr genau zwei Aktionen zur Verfügung: Springen und Rennen. Kombiniert ihr diese beiden Fähigkeiten könnt ihr weitere Sprünge vollführen oder einen effektiveren Walljump meistern. Jedes Level ist zu Ende, wenn ihr bei Bandage Girl ankommt, die sich dann leider meist als verkleideter Dr. Fetus entpuppt, außerdem wartet am Ende einer jeden Welt, die im Schnitt aus ca. 20 Levels besteht, ein Endboss.

 

Schnell sein und Sammeln!

 

Natürlich perfektioniert man nach und nach sein Können in „Super Meat Boy“ und so kann man auch schon gemeisterte Level immer wieder aufs Neue probieren und seine Bestzeit noch einmal verbessern. Diese wird vom Spiel gespeichert und auch Replays eurer Leistungen können im Speicher der Switch abgelegt werden.

Wären die über 100 Level nicht schon genug an Umfang, könnt ihr in vielen Leveln Bandagen sammeln und Warp-Punkte finden. Letztere transportieren euch in die Retro-Version von „Super Meat Boy“ und halten nochmal zig Herausforderungen für euch bereit. Weiterhin gibt es einen Renn-Modus, in dem ihr euch mit anderen Spielern messt.

Während grafisch eher Schonkost geboten ist, die aber trotzdem stilsicher und schön umgesetzt wurde, sorgt vor allem der Sound für Kopfnicken. Denn die eingängigen Retroklänge gehen sofort in die Ohrwindungen und sorgen für zusätzliche Motivation.

 

 

FAZIT: Schon jetzt ein Klassiker! Und immer noch gut!

 

Schon wenige Minuten nach dem Start wird klar: „Super Meat Boy“ spielt sich auch acht Jahre nach dem Release ganz hervorragend. Die Präzision mit der man Meat Boy durch die Level bugsiert, ist super, die Motivation auch jede noch so heftige Herausforderung zu meistern, unglaublich hoch. Hinzu kommen ein paar Sammelobjekte und die Aufzeichnung der Bestzeiten, die immer wieder zu einer zusätzlichen Runde einladen.

Selbst mit den normalen JoyCons der Switch spielt sich das Jump’n’Run flüssig, weder im Handheld- noch im TV-Modus ist uns irgendwas negativ aufgefallen. Die Umsetzung ist also gelungen. Auch der Umfang stimmt und so dürfte „Super Meat Boy“ für viele Stunden Spielspaß perfekt sein.