Steep - Road to the Olympics [PS4]

Verfasst von Christian Suessmeier am 11.12.2017 um 11:42

 

„Steep“ ist zurück!

 

Vor fast genau einem testeten wir mit „Steep“ ein Spiel, das sich abseits von „SSX“ & Co. mit etwas mehr Realitätsanspruch den alpinen Sportarten widmen wollte. Dies gelang auch recht gut, allerdings bemängelten wir schon damals die fragliche Langzeitmotivation aufgrund der geringen Abwechslung.

Unzählige Updates später, die unter anderem eine neue Karte in Alaska und ein paar mehr Sportarten wie Schlittenrennen hinzugefügt haben, erscheint nun mit „Steep: Road to the Olympics“ eine recht große Erweiterung, die vor allem mit Hinblick auf  die kommenden Winterspiele in Südkorea interessant sein dürfte. Im Handel erscheint das Spiel als „Steep Winter Games Edition“ übrigens auch noch einmal und dürfte so das Rundumsorglos-Paket für Fans von Snowboard, Ski & Co. sein. Ob sich die Erweiterung lohnt, verraten wir euch in unserem Test.

 

 

Kampf um Gold

 

Da das Hauptspiel von „Steep“ ja vornehmlich in den Alpen und Alaska spielt, brauchte man für die Olympia-Erweiterung natürlich auch koreanische Berge. Und neben diesen spendierte uns Ubisoft sogleich noch einige japanische Berglandschaften, die zwar unrealistisch, aber praktisch auf der Karte gleich nebenan platziert sind. Ähneln die Disziplinen und Aufgaben im Land der aufgehenden Sonne noch stark denen des Hauptspiels, wird es in Südkorea schon etwas spezieller.

Denn dort hat man neben den Originalstrecken der Olympiade auch die Aufgabe, Medaillen zu gewinnen. So stürzt ihr euch in Disziplinen wie Slopestyle, Super G, Riesenslalom oder Snowboard Cross in den Kampf um das begehrte Edelmetall. Wie auch schon im eigentlichen Spiel könnt ihr aber natürlich auch wieder vollkommen frei die Berge erkunden und Ausschau nach interessanten Spots halten.

 

Live vor Ort!

 

Grafisch und technisch unterscheidet sich die Erweiterung natürlich nicht wirklich vom Hauptspiel. Die japanischen Bergregionen glänzen mit einigen Länder-spezifischen Hinguckern, auch musikalisch wird hier exotisches Terrain betreten und schafft so eine besondere Atmosphäre.

Auf den Olympiastrecken in Südkorea hingegen entspricht alles der olympischen Lizenz. Neben Fahnen, Streckenbegrenzungen und offiziellen Anzügen mit Olympia-Emblem, sorgen auch die realistischen Anzeigen im HUD und der Moderator für Profisport-Atmosphäre, gewinnt ihr eine Medaille dürft ihr sogar eurer Hymne lauschen und euren Jubel auf dem Podest genießen.

Negativ aufgefallen während des Tests ist vor allem die Kamera in den schnelleren Disziplinen wie dem Super-G. Zwar gewinnt das Spiel durch die sehr nahe Perspektive an Immersion und Geschwindigkeitsgefühl, allerdings macht dies die Strecken unglaublich unübersichtlich und so muss man die Abfahrten vorher einige Male geübt haben, bevor man mit einer echten Chance auf eine Medaille ins Rennen geht.

 

 

FAZIT: Dabei ist doch alles, oder?

 

Wer sich über die eigentlichen Inhalte von „Steep“ informieren will, dem sei unser Test der Vollversion ans Herz gelegt, die ihr HIER findet. Die Erweiterung „Road to the Olympics“ erweitert die gute Spielbarkeit um einige spannende Neuerungen, selten hat man in den letzten Jahren auf den Konsolen ein solch realistisches Spiel im Bereich des alpinen Sports gesehen.

Dies hat in den olympischen Disziplinen allerdings den kleinen Nachteil, dass man etwas Training in die einzelnen Sportarten investieren muss. Denn bis auf ein paar Ausnahmen sind Sachen wie Super G oder Slalom wirklich anspruchsvoll. Auch Fehler werden nicht verziehen, wer stürzt, muss neu beginnen. Das ist eben der Realitätsanspruch von „Steep“. Dennoch muss man warnen: wer sich die Erweiterung einzig und allein wegen der Olympia-Lizenz holt, könnte enttäuscht werden. Denn eigentlich sind die japanischen Bergregionen die wirklichen Stars des DLCs und die knapp zehn Olympia-Wettbewerbe nur nettes Beiwerk. Mittlerweile ist „Steep“ so zwar ein recht großes Spiel, allerding lässt die Abwechslung immer noch zu wünschen übrig.