Horizon Zero Dawn: The Frozen Wilds [PS4]

Verfasst von Christian Suessmeier am 08.11.2017 um 16:52

 

Hello again!

 

Vor gerade einmal acht Monaten erschien mit „Horizon Zero Dawn“ wohl einer der Top-Titel des aktuellen Jahres für die PS4. Was die Männer und Frauen bei Guerilla Games hier aus Sonys Kiste zauberten, war eine ziemliche Granate und wurde eigentlich nur durch den Hype um Nintendos Switch und „The Legend of Zelda: Breath of the Wild“ etwas übertroffen.

Neben der Prachtoptik, die vor allem auf einer PS4 Pro dank HDR und 4K-Optik voll zur Geltung kommt, konnte aber auch das Gameplay voll überzeugen. Hinzu kam eine taffe Heldin und ein frisches Gegnerdesign und fertig war der Frühlings-Überflieger!

Nun schiebt man mit „The Frozen Wilds“ einen DLC nach, der die Karte um ein neues Gebiet erweitert und euch erneut für ein paar Stunden in die endzeitliche Welt von „Horizon Zero Dawn“ schickt.

 

Reiseziel: Banuk

 

Ganz egal wo ihr euch im Hauptspiel gerade befindet, die Erweiterung kann (fast) zu jedem Zeitpunkt von „Horizon Zero Dawn“ gestartet werden. So trefft ihr an einem von drei Orten auf einen Questgeber, der euch vom Reich im Norden und den dort ansässigen Banuk erzählt. Dort, im sogenannten Schnitt, treiben sich wohl seltsame Maschinenwesen herum und machen den Banuk das Leben schwer.

Um „The Frozen Wilds“ angehen zu dürfen, müsst ihr auf jeden Fall die Mission „Eine Sucherin vor den Toren“ absolviert haben, außerdem empfiehlt Guerilla Games und Sony eine Erfahrungsstufe von mindestens 30. Natürlich könnt ihr euch auch mit einer weniger starken Aloy ins verschneite Gebiet wagen, allerdings sind die Erfolgsaussichten dann selbstverständlich geringer.

 

 

Mehr vom Gleichen

 

Wer mit dem DLC nun erwartet, dass sich „Horizon Zero Dawn“ plötzlich in ein anderes Spiel verwandelt, der irrt sich. Denn auch „The Frozen Wilds“ bietet die Inhalte, die auch schon das Hauptspiel enthielt. Das heißt ihr geht mit Pfeil und Bogen auf die Jagd nach Maschinenwesen oder auch menschlichen Feinden, geht diese Auseinandersetzungen entweder subtil im Schleichmodus oder offensiv an und kraxelt auf allerlei Bergen umher.

Neben knapp einer Handvoll Hauptmissionen, dürft ihr aber auch wieder in zahlreichen Nebenquests Erledigungen für die Auftraggeber abschließen. Diese belohnen euch dann hin und wieder mit neuen Items, meist aber mit Erfahrungspunkten oder Craftinggegenständen. Fehlen dürfen natürlich auch keine Open World-Missionen wie das Zerstören von Kontrolltürmen oder das Einsammeln der neuen Währung, Bluegleam.

Auch eure Waffen unterscheiden sich nicht großartig vom Hauptspiel, bringen die neuen Maschinengattungen aber wieder ordentlich ins Schwitzen. Neu ist dagegen ein neuer Zweig im Skilltree, der eure Fähigkeiten im Reiten verbessert.

 

Es schneit doch, oder?

 

Der größte Star von „Horizon Zero Dawn: The Frozen Wilds“ ist sicherlich die Grafik. Kennt man die Kernelemente des fordernden und spaßigen Gameplays bereits, bläst einen die Grafik erneut fast wieder von der Couch.

Das neue Gebiet ist zwar ziemlich verschneit, wirkt aber zu keinem Zeitpunkt öde oder trist. So kann man immer wieder tolle Orte entdecken und dank der hohen technischen Qualität den Schnee fast schon auf seiner Zunge schmecken. Da fröstelt es beim Spielen! Brrrrr!!!

Die Dialogszenen wirken nun durch cineastische Kniffe außerdem etwas natürlicher und nicht mehr so steif wie noch im Hauptteil des Spiels. Da hat Guerilla Games gut auf die Kritik gehört.

 

 

FAZIT: DLC mit wenig Neuerungen, aber hohem Niveau

 

Zunächst möchten wir hier einmal auf den Test des Hauptspiels verweisen, der Neulingen und Interessierten einen recht guten Eindruck vom Spiel machen sollte. Diesen findet ihr hier! Auch auf eine Wertung von „The Frozen Wilds“ verzichten wir hier, denn im Grunde erweitert es das Hauptspiel „nur“ um ein neues Gebiet und einige Zusatzfeatures, die das Spielgeschehen weder besser noch schlechter machen.

Mit „Horizon Zero Dawn: The Frozen Wilds“ zeigen Sony und Guerilla Games, das sie ein Spiel sinnvoll erweitern können. Den Preis von knapp 20€ ist es auf jeden Fall wert. Wer das Hauptspiel noch nicht hat, kann auch zur Complete Edition greifen, die im Dezember erscheinen wird. Das Spiel bleibt auch durch den DLC das fordernde, spannende und atemberaubende Erlebnis als welches es sich schon im März präsentiert.