Super Mario Odyssey

Verfasst von Christian Suessmeier am 25.08.2017 um 08:33

 

Eine Hochzeit und hoffentlich kein Todesfall

Liebe Spielerinnen und Spieler, nun heißt es starkbleiben, denn im neuesten Teil der „Super Mario“-Reihe hat Bowser doch tatsächlich eure geliebte Prinzessin Peach entführt und will sie sogar ehelichen. Hat man den Schock erst einmal verdaut, kann man sich endlich mit den Neuerungen in „Super Mario Odyssey“ vertraut machen, die nicht gerade wenig sind. Bei unserem Anspieltermin bei Nintendo auf der gamescom 2017 konnten wir einen der zwei Demolevel, die schon auf der E3 präsentiert wurden, ausführlich anzocken und geben euch einen ersten Eindruck vom Spiel, welches am 27.Oktober 2017 exklusiv für die Switch erscheint.

 

Es gibt eins auf die Mütze!

Dass man Mario durch eine 3D-Welt navigiert und dies ziemlich gut funktionieren kann wissen wir seit den Zeiten des N64, doch „Super Mario Odyssey“ bringt einige spannende Neuerungen mit sich. Dies beginnt schon beim Bewegungsrepertoire, denn Mario nutzt nun seine Mütze als Waffe und wirft seine Gegner damit ab oder aktiviert Schalter. Aber Cappy, so der Name der Mütze, hat ein weiteres geniales Feature. Denn werft ihr die Mütze auf bestimmte Gegner oder Objekte im Level könnt ihr so in deren Rolle schlüpfen. In dem Wüstenlevel, das wir anspielen durften, konnte man so zum Beispiel in die „Haut“ einer Kanonenkugel schlüpfen und damit einen Abgrund überwinden. Von dem anderen bekannten E3-Level kennt man außerdem die Fähigkeit sich so per Stromleitung schneller von A nach B zu bewegen.

 

Es gibt viele schöne Dinge zu entdecken!

Das Hauptziel eines jeden Levels ist es in „Super Mario Odyssey“ eine bestimmte Anzahl an Monden zu finden. Manche davon thronen ganz offensichtlich auf einer Turmruine, andere wiederum werden erst sichtbar wenn ihr zum Beispiel eine bestimmte Anzahl an Samen in Blumentöpfe gepflanzt habt. Manche wiederum können nur durch den aktiven Einsatz von Cappy erbeutet werden. So sind die Level voller zusätzlicher kleiner Aufgaben, die sich entweder aus dem Kontext erschließen oder euch von den Bewohnern der Welten direkt gestellt werden. Während der Streifzüge durch die Level und allerlei Plattformaction, Gumba-Horden oder Mützen-Einsatz erbeutet ihr natürlich wieder Münzen durch das Zerstören von Kisten, Blöcken oder anderen Gegenständen. Diese fungieren übrigens als eure Lebensversicherung, denn es gibt keine Leben mehr wie in den klassischen Spielen, sondern euch werden nun Münzen abgezogen für jeden Bildschirmtod. Außerdem gibt es verschiedene Teleportationspunkte auf der Karte, die euch nach Freischaltung zur Verfügung stehen.

 

Schön!

Auch wenn es die Switch technisch nicht mit PS4 und Xbox One aufnehmen kann, bringt sie den Artstyle von „Super Mario Odyssey“ super zur Geltung. Der angespielte Wüstenlevel war detailverliebt gestaltet und bot eine gute Weitsicht. Vor allem solche Dinge wie die Karte, die einem Flyer für Touristen nachempfunden ist, zeugt von der tollen kreativen Arbeit, die hinter dem neuen Abenteuer von Mario steckt. Einen kleinen Kritikpunkt muss man dennoch loslassen: in den ersten Minuten fühlte sich die Steuerung trotz Pro Controllers etwas arg schwammig und gewöhnungsbedürftig an. Doch mit jeder Minute wurde man etwas sicherer. Trotzdem wünsche ich mir für die finale Version eine Einstellungsmöglichkeit der Empfindlichkeit bei der Steuerung, die das beheben kann.

 

„Super Mario Odyssey“ fetzt

Eines ist sicher: „Super Mario Odyssey“ wird wohl der zweite Titel für die Switch, der in vielen Jahrescharts 2017 mindestens unter den Top 5 landen wird. Denn auf der einen Seite ergänzte man bei Nintendo das Spielkonzept um sinnvolle und schlaue Fertigkeiten Marios, auf der anderen Seite wissen die detailverliebte Gestaltung und der rundumrunde Stil zu gefallen. Sollte jetzt nicht noch etwas schiefgehen, erwartet uns im Oktober ein echter Hit der für noch mehr verkaufte Konsolen sorgen wird.