Sword Art Online - Fatal Bullet

Verfasst von Playzocker am 25.08.2017 um 08:24

 

Guns Don’t Kill People – Fatal Bullets Do!

Im Oktober 2016 erschien mit „Hollow Realization" erst das letzte Spiel aus dem „Sword Art Online“-Universum. Anfang 2018 liefert „Fatal Bullet“ bereits Nachschub für Fans der Spiele bzw. der Anime-Vorlage. Das Spiel wird für Fans des Franchises einige Wiederkennungswerte bieten, enthält aber auch zahleiche Neuerungen. So ist „Sword Art Online – Fatal Bullet“ der erste Teil der Reihe, bei dem es sich um ein Third Person Tactical Shooter RPG handelt. Was auf den ersten Blick nach einem Zungenbrecher klingt birgt tatsächlich ein interessantes Konzept in sich. Vor allem aufgrund der comichaften Optik wird bereits nach den ersten Spielminuten ein Vergleich mit Gearbox‘ Meisterwerk „Borderlands“ deutlich. Wenngleich die Optik bei „Sword Art Online – Fatal Bullet“ nicht so stark stilisiert ist und vor allem der skurrile Humor fehlt lässt sich eine optische Verwandschaft dennoch kaum abstreiten – spätestens dann, wenn einem ein riesiger Skorpion mit leuchtenden Kristallen vor die Flinte läuft und nach einem Treffer der erteilte Schaden auf dem Bildschirm angezeigt wird.

Ein Bisschen Border, Ein Bisschen Lands

Apropos Flinte – Schusswaffen spielen in „Sword Art Online – Fatal Bullet“ eine große Rolle. In unserer Demo auf der gamescom konnten wir zwei Charaktere selbst ausprobieren. Sinon präsentiert sich bereits bei der Charakterauswahl mit einem überdimensionalen Scharfschützengewehr, mit dem sie ihre Gegner freundlicherweise mit faustgroßen Löchern versorgen kann. Wer seine Widersacher lieber in Schweizer Käse verwandelt greift einfach auf das alternativ verfügbare Maschinengewehr zurück. Der Wechsel der Waffen erfolgt einfach über das Steuerkreuz, einige Special Skills und Gadgets stehen ebenfalls zur Verfügung. Der zweite Charakter Kirito wehrt sich mit zwei Pistolen, besitzt allerdings auch ein Schwert mit dem er Gegner nicht nur in mundgroße Happen zerlegen sondern auch feindliche Projektive abwehren kann. Beide Charaktere haben zum eine UFG (Ultimate Fiber Gun) im Gepäck, die man sich ähnlich wie den Greifhaken aus „Just Cause 3“ vorstellen kann. Mit diesem könnt ihr höhere Plattformen erklimmen und euch rasch fortbewegen, beispielsweise um schnell in die Nähe eines Gegners zu kommen oder auch um das exakte Gegenteil davon zu erzielen.

Kein Ende in Sicht

Spielerisch gestaltet sich „Sword Art Online – Fatal Bullet“ wie man es von zahlreichen JRPGs gewohnt ist. „Final Fantasy Type 0“ ist uns dabei als erster (ansatzweise) vergleichbarer Kandidat eingefallen. Ihr bewegt euch durch ein recht lineares Gebiet, schnetzelt und/oder ballert euch durch einige Gegner, besucht das nächste Areal und wiederholt diesen Prozess bis zum Ende des Spielabschnitts. Das klingt jetzt womöglich etwas eintönig … ist es leider auch, umindest in der von uns angespielten Demo. Leider hatten wir nur die Möglichkeit, kurz in das Spiel hineinzuschnuppern – dieser Eindruck kann sich bei einer intensiveren Auseinandersetzung mit dem Spiel schnell wieder in Luft auflösen. Vor allem, da über die RPG-Elemente des Spiels derzeit noch keine Informationen bekannt gegeben worden. Das Spiel soll bereits Anfang 2018 erscheinen, präsentierte sich in unserer Demo allerdings nicht von seiner Schokoladenseite. Die Framerate wirkte generell nicht besonders hoch, zudem kam es bei größerem Gegneraufkommen wiederholt zu Rucklern. Die Grafik wirkte etwas monoton – ein weiterer Eindruck, der sich nach dem Erscheinen der fertigen Version automatisch in Luft auflösen könnte. Erscheinen wird das Spiel Anfang 2018 für den PC, die PlayStation 4 und die Xbox One. Derzeit ist es nicht geplant, die PlayStation 4 Pro und die Xbox One X mit verbesserten Grafiken/Texturen zu versorgen Das Spiel wird ausschließlich den japanischen Originalton bieten, deutsche bzw. englische Untertitel sind aber mit dabei.

Fazit: Interessanter Genre-Mix, von dem allerdings einige wichtige Puzzleteile noch nicht gezeigt wurden. So konnten wir bislang nur recht eintöniges JRPG-Gemetzel mit technischen Schwierigkeiten ausprobieren. Dennoch klingt das Konzept des Spiels interessant, sodass man gespannt sein kann wie viele dieser Mankos bis zum Release des Titels noch behoben werden.