Dan Aykroyd gibt Regisseur Paul Feig Schuld am Flop des "Ghostbusters"-Reboots

Verfasst von Waldemar Witt am 05.06.2017 um 18:23

 

Auch wenn es sicherlich nicht der beste oder schlechteste Film des letzten Jahres gewesen ist, war das weiblich-geführte "Ghostbusters"-Reboot wohl eines der meist diskutierten Filme 2016.

 

Und auch wenn die meisten Kritiker diesen Versuch, ein neues "Ghostbusters"-Franchise zu starten, verrissen und der Film schlussendlich auch zu einem großen finanziellen Flop wurde, werden bis heute diverse Gründe für diesen Umstand genannt. Von einer falschen Besetzung, über schlechte visuelle Effekte bis hin zu einem Drehbuch, welches einfach nicht unterhaltsam oder witzig war, scheint es für viele nicht nur einen Grund für den Flop zu geben.

 

Bei einem Budget von ca. 144 Mio. US-Dollar und einem weltweiten Einspielergebnis von nur 229 Mio. US-Dollar, kommt für Sony Pictures eine Fortsetzung nicht in Frage.

 

Doch was oder wer genau war nun Schuld an dem Flop?


Bezüglich dieser Frage äußerte sich aktuell Star der originalen "Ghostbusters", Dan Aykroyd, in einem Interview mit Sunday Brunch. Dort erklärte Aykroyd ganz klar, dass er der Überzeugung ist, dass vor allem Regisseur Paul Feig und das überzogene Budget Schuld daran sind, dass der Reboot-Film der "Ghostbusters"-Reihe schlussendlich mehr Schaden als Gewinn einbrachte:

 

"Die Mädchen sind großartig im Film. Kate McKinnon, Melissa McCarthy, Kristen Wiig. Was für wunderbare, wunderbare Schauspielerinnen sie sind. Und natürlich auch Leslie Jones. Ich war sehr froh über den Film, aber er hat zu viel gekostet - und Sony mag es nicht, Geld zu verlieren. Es machte weltweit viel Geld aber kostete zu viel, was es wirtschaftlich sinnlos erscheinen lässt einen weiteren Film zu machen. Also das ist einfach Pech, dass der Regisseur zu viel Geld für den Film ausgab. Er (Paul Feig) drehte nicht die Szenen, die wir ihm vorgeschlagen haben und zig andere Szenen, die gedreht werden mussten. Er sagte nur 'Nee. Die brauchen wir nicht.' Dann testeten wir den Film und es stellte sich heraus, dass wir sie doch brauchten. Also musste er [für Nachdrehs] zurück. Das waren 30 bis 40 Mio. an Nachdrehs. Also, [Paul Feig] wird so schnell nicht mehr auf dem Sony-Gelände zu sehen sein."


Harte aber klare Worte also, mit denen Aykroyd zum "Ghostbusters"-Debakel Stellung nimmt.

 

Ob Fans ebenfalls das große Budget oder Regisseur Paul Feig als einzige Probleme am Film sehen, bleibt fraglich. Denn bereits zuvor äußerte Dan Aykroyd öffentlich über Facebook im Rahmen der Promotion des Reboots, dass er den Reboot-Film sogar für besser als die beiden Originalfilme hält. Dass vor allem bereits diese Äußerung bei eingefleischten Fans der Originalfilme für schlechte Stimmung und Misstrauen gegenüber Aykroyds Aussagen sorgte, ist nicht verwunderlich.

 





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