Darum lehnte Regisseur Jordan Peele den Live-Action "Akira"-Film ab

Verfasst von Waldemar Witt am 17.05.2017 um 10:13

 

Lange schon sehnen sich Fans des Kult-Animes "Akira" nach einer Live-Action Adaption des Films.

 

Und mit Regisseur Jordan Peele, der kürzlich erst mit seinem Horror-Film "Get Out" weitrechende Aufmerksamkeit und Respekt in Hollywood erntete, schienen die Chancen für eine Adaption von "Akira" gar nicht so schlecht. Denn so war Peele noch bis vor kurzem als möglicher Regisseur des Projekts in Verhandlung.

 

Nun jedoch äußerte sich Peele persönlich zu seiner Entscheidung, das Projekt um einen Live-Action "Akira" doch nicht drehen zu wollen. So erklärte Peele während einem Promo-Event für die Heimkino-Veröffentlichung von "Get Out":

 

"Ich denke, ich könnte den Akira-Film machen, wenn die Story es rechtfertigt. Akira ist einer meiner Lieblingsfilme und ich glaube die Story selbst rechtfertigt bereits ein sehr großes Budget für den Film. Aber die eigentliche Frage für mich ist: will ich mit bereits existierendem Material arbeiten oder lieber eigenes Material erschaffen? Und am Ende des Tages würde ich lieber eigenes Material erschaffen."


Warner Bros. soll in ihrem Streben eine Live-Action-Adaption von "Akira" auf die Beine zu stellen bislang sehr auf Peele als Regisseur gehofft haben. Ob die Pläne für den Live-Action-Film nun weiterhin bestehen oder mit Peeles Ablehnung gänzlich verworfen wurden, bleibt unbekannt.

 

Doch Peeles Entscheidung "Akira" nicht drehen zu wollen, da er sich auf neue und eigene Geschichten konzentrieren will, ist zumindest als respektabler Grund anzusehen. So hat sich Peele selbst nicht nur als Comedian und Schauspieler einen Namen machen können, sondern mit seinem Regie-Debut "Get Out" auch einen Namen als ernstzunehmender Drehbuch-Autor und Regisseur.

 

Jedoch auch aus finanzieller Sicht sollte ein "Akira"-Film nicht zwingend einen absolut sicheren Kassenerfolg für Warner Bros. darstellen. Denn so veröffentlichte Paramount dieses Jahr bereits die Live-Action-Adaption des Animes "Ghost in the Shell" und überschätze offenbar sehr den Wert der Marke. So wurde "Ghost in the Shell" schlussendlich nämlich zu einem der größten Flops des Jahres.