The Legend of Zelda - Breath of the Wild [Wii U]

Verfasst von Playzocker am 13.09.2016 um 09:06

 

Meeein Schaatzzzz

 

Die Gameplay-Demo von "The Legend of Zelda - Breath of the Wild" war sicherlich Nintendos bestgehütetes Geheimnis auf der gamescom 2016. Nur knapp 200 erlesene Spieler durften den Titel selbst ausprobieren, weil sie bereits im Vorfeld des Events ihre Audienz bei dem Spiel gewonnen hatten. Alle andere Fans mussten mit langen, enttäuschten Gesichtern an Nintendos Stand vorbei gehen. Der Presse wurden die zwei Demos des Spiels ebenfalls vorgestellt, sodass wir euch im folgenden Angespielt-Bericht unsere ersten Eindrücke von Links neuem Abenteuer präsentieren und damit vielleicht die ein- oder andere Träne der Enttäuschung von den Wangen langjähriger Zelda-Fans wischen können.

 

Gestatten, Link!

 

Entwickelt wurde "The Legend of Zelda - Breath of the Wild" von den Monolith Studios, die 2011 am Design und Szenario von "The Legend of Zelda - Skyward Sword" beteiligt waren und zwei Jahre später die Entwicklung von "The Legend of Zelda - A Link Between Worlds" übernommen haben. In den folgenden Jahren fiel Monolith mit "Xenoblade X" und "Splatoon" auf. Mit "The Legend of Zelda - Breath of the Wild" wird das Studio ihr erstes Spiel nicht nur auf der Wii U sondern auch auf der kommenden Konsole NX veröffentlichen. Details über diese sind allerdings noch nicht bekannt und so wurde "The Legend of Zelda - Breath of the Wild" auf der gamescom auch nur in der Wii U Version vorgestellt.

 

 

A Link of the Past

 

Dass das Spiel nicht für die Wii U sondern bereits für deren Nachfolger entwickelt wurde, merkten wir der Demo sehr deutlich an. Die Grafik zeigte Treppcheneffekte und gelegentlich unscharfe Texturen, sodass wir trotz der an sich interessanten Comic-Optik mit dem Look des Spiels nur bedingt zufrieden waren. Hinzu kommt, dass vereinzelte Grafikeffekte oder Animationen nur bedingt in den comichaften Stil des Spiels gepasst haben. Dazu sei allerdings erwähnt, dass sich das Spiel derzeit noch in einer Pre Alpha Phase befindet und sich an der technischen Performance bis zum tatsächlichen Release noch einiges ändern kann.

 

Klappe, die erste

 

Die erste Demo, die wir ausprobieren konnten, sollte uns mit der Spielwelt und der Steuerung von Link vertraut machen. Dazu bekamen wir bereits einige Gegenstände in unser Inventar und konnten einen kleinen Ausschnitt der finalen Map (ca. 1%, die allerdings für die Anspielzeit mehr als nur ausreichend waren) frei erkunden. Dabei fiel uns sofort auf, dass Link wieder über eine Ausdauerleiste verfügt und bestimmte Aktionen wie Sprinten, Klettern und Schwimmen nur für eine begrenzte Zeit ausführen kann. Auf den ersten Blick eine interessante Komponente um Kämpfe etwas taktischer werden zu lassen, praktisch allerdings war es zu Beginn eher suboptimal, beim Durchqueren von Gewässern mehrmals mangels Ausdauer zu ertinken. Es bleibt zu hoffen, dass Link seine Ausdauer im Laufe des Spiels verbessern kann. Immerhin scheint "The Legend of Zelda - Breath of the Wild" über usgeprägte RPG-Elemente zu verfügen, indem ihr Link wieder verschiedene Waffen und Rüstungen geben könnt, die sich auf dessen Angriff, Verteidigung aber auch Agilität auswirken. Ebenfalls bemerkenswert: Zum ersten Mal in einem 3D-Zelda kann Link auf Knopfdruck springen.

 

 

Ein Freund, ein guter Freund

 

Link muss das komplette Spiel nicht alleine durchstreifen. Besitzer des Wolf Link amiibos können sich Links Inkarnation aus "The Legend of Zelda - Twilight Princess" als Partner beschwören. Diesen Begleiter könnt ihr ein Mal pro Tag an eure Seite holen und euch von ihm bei der Erkunden und Kämpfen begleiten lassen, bis dieser die digitalen ewigen Jagdgründe erforschen muss. Um eure Lebensenergie nach harten Kämpfen wieder aufzubessern sammelt ihr diesmal keine Herzen ein, sondern müsst Gegner bzw. unschuldige Wildtiere oder Früchte zu Essen verarbeiten und dieses verzehren. Schnell fällt auf, dass Link in "The Legend of Zelda - Breath of the Wild" im Gegensatz zu "The Legend of Zelda - Twilight Princess" nicht gleichzeitig laufen und zuschlagen kann, was das Feeling der Kämpfe deutlich verändert. Generell erschien uns die Steuerung etwas gewöhnungsbedürftig.

 

Klappe, die zweite

 

Nachdem wir ca. 15 Minuten Zeit hatten um uns mit der Steuerung vertraut zu machen wurde die zweite Demo gestartet, bei der wir in ca. der selben Spielzeit einen ersten Blick auf die Story werfen konnten. Die Demo soll den tatsächlichen Beginn des Spiels darstellen und zeigt, wie Link aus einem hundertjährigen Schlaf erwacht. An welchem Punkt der schwer durchschaubaren "The Legend of Zelda" Timeline das Spiel eingeordnet werden kann ist schwer zu sagen, da die Zwischensequenzen dieser ersten Story-Demo noch einige widersprüchliche Informationen enthalten. In dieser Demo haben wir uns hauptsächlich den Schreinen des Spiels gewidmet, die mit ihrer rätsellastigen Ausrichtung einen völlig anderen Blick auf das Gameplay ermöglichten. Link kann sich mit runden und viereckigen (aka nicht wegrollenden) Bomben durch Wände sprengen, mit einer speziellen Magnetfähigkeit bestimmte Objekte bewegen und per Stasis die Zeit anhalten. All das hilft euch dabei, euch den Weg zum Ende des Dungeons zu bahnen.

Fazit: Der erste Blick auf "The Legend of Zelda - Breath of the Wild" macht Lust auf mehr, aber vor allem auf die NX-Version, da die Technik der vorgestellten Wii U Fassung nur bedingt überzeugen kann.