VIENNALE meldet erneut Besucherrekord
Sichtlich zufrieden ist Festivaldirektor Hans Hurch mit der Bilanz der diesjährigen VIENNALE. Erstmals haben über 90.000 Besucher – genau gesagt 91.700 – in zwölf Tagen für insgesamt 126 ausverkaufte Vorführungen gesorgt. Die Gesamtauslastung stieg auf 79,20% an. Laut Hurch scheint das Interesse an den Spielfilmen im Gegensatz zum letzten Jahr wieder deutlich zugenommen zu haben, auch die Einführung des Bonus Tracks, durch den man besser auf den Vorverkauf reagieren konnte, habe sich bezahlt gemacht.
Besonders die Tributes an Jane Fonda und Stephanie Rothman haben sich beim Publikum größter Beliebtheit erfreut, etwas enttäuscht ist Hurch über das Danny Williams Special, das etwas hinter den Erwartungen zurück blieb. Sowohl die Reihe „Proletarisches Kino in Österreich“ – gemeinsam mit dem Filmarchiv Austria veranstaltet, als auch die Retrospektive des Österreichischen Filmmuseums, kuriert von Jean-Pierre Gorin, seien ebenfalls zufrieden stellend gelaufen.
Hurch freut es vor allem, dass in den zwei Wochen VIENNALE das Kino eine Führungsposition als wichtigste Kunstform in der Stadt Wien übernimmt und möchte im nächsten Jahr einen eigenen Filmpreis ins Leben rufen: Erich von Strohheim- Preis soll er heißen, und von einer internationalen Jury an ausgewählte Filmemacher gehen. Mit 100.000€ soll er dotiert sein, von Bund und Ländern finanziert. „Wenn’s niemand zahlt, machen wir es vielleicht trotzdem“, scherzt er abschließend.
Der Wiener Filmpreis ging an Susanne Brandstätters Rule of Law, der allerdings nicht auf der VIENNALE zu sehen war, der FIPRESCI-Preis ging an Jeff Nichols Shotgun Stories und der VIENNALE-STANDARD- Publikumspreis an Irene Langemann für ihre Doku Rubljovka – Straße der Glückseligkeit.
Die VIENNALE 2008 wird von 17.-29. Oktober stattfinden!



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