Die besten Kinotipps zur VIENNALE - Teil 2

Verfasst von Eduardo D'Amaro am 20.10.2007 um 00:00
Geheimtipps, Kostbarkeiten, Kuriositäten - Die besten Tipps für die VIENNALE 07 - Teil 2


MICHAEL CLAYTON
115 Min

George Clooney als Michael Clayton ist im Visier eines großen internationalen Konzerns, dessen Interessen er als Anwalt zwar zunächst vertreten soll, dann aber dahinter kommt, dass doch einiges im Argen liegt. Schließlich geht er auf Konfrontationskurs.

Meinung:
Die Struktur macht es dem Zuschauer nicht unbedingt einfach, erst gen Ende erschließt sich das „Ausmaß“ des Films. Dafür punktet er mit starken Performances und entsprechender Sinnhaftigkeit.

Zu unserer ausführlichen Filmrezension

TERMINE:
21.10. – 18:00 Uhr – Gartenbaukino
31.10. – 23:30 Uhr – Künstlerhaus


THE WALKER
108 Min

Carter Page (Woody Harrleson) ist ein typischer amerikanischer Gigolo, der reiche Damen begleitet, wann immer ihnen danach ist. Bis ihn seine beste Freundin und Senatorengattin Lynn (Kristin Scott Thomas) um Hilfe bittet: Ihr Liebhaber wurde brutal ermordet. Carter gerät in ein Netz der Intrigen, und schließlich selbst unter Mordverdacht.

Meinung:
Ein Film, der sich als Murder Mystery gibt, aber eher eine Charakterstudie darstellt. Typisch Paul Schrader eben, man darf sich keinen Thriller erwarten, THE WALKER gibt sich jenseits der Genregrenzen. Sehr gute schauspielerische Darstellungen und eine tolle Regie, manchmal aber etwas langatmig. (eXistenz)

TERMINE:
21.10. – 20:30 Uhr – Gartenbaukino
22.10. – 11:00 Uhr – Künstlerhaus
24.10. – 18:30 Uhr - Künstlerhaus


HANAI SACHIKO NO KAREI NA SHOGAI
91 Min
Best-Off
Das „glamouröse Leben der Sachiko Hanai“ – ein auf Rollenspiele spezialisiertes Callgirl. Einen Schusswechsel überlebt sie mit großem Loch in der Stirn. Ein Ubekannter steckt ihr einen Metallbehälter zu, in dem sich die Nachbildung von George W. Bushs Zeigefinger befindet. Als sie die Wunde mit dem Finger berührt, ist sie nicht mehr dieselbe wie zuvor...

Meinung:
Ein total überdrehter Pink-Film, der mit viel deftigem Sex und einer oberskurrilen Story aufwartet. Dass George W. Bush ein schlimmer Finger ist, wird spätestens nach Sehen dieses Filmes überdeutlich klar.

Screenshots

Am 21.10. 23:00 Uhr - Stadtkino


YOMAN
330 Min

„Yoman“ ist ein filmisches Tagebuch, das über den Zeitraum von 10 Jahren entstanden ist. Es ist auch Zeugnis des Krieges in Israel – und führt seine Zuseher von Tel Aviv nach Paris, schließlich über London nach Brasilien. „Yoman“ hält auch das Erwachsenwerden der Töchter des Regisseurs David Perlov fest; außerdem gibt es Begegnungen mit Claude Lanzmann, Isaac Stern oder Klaus Kinski. Ein ganz besonderes „Home Movie“

Prognose:
Für Leute mit viel Sitzfleisch. Hans Hurch schilderte eine Szene bei der Programmpräsentation in etwa folgendermaßen: Perlov filmt seine Familie beim Frühstück, bis vor dem Haus plötzlich die Panzer vorbeifahren – „Yoman is my identity card“ – so Regisseur David Perlov. Sicherlich nur dann interessant, wenn man sich alle drei Teile ansehen will.

Am 21.10.
13:30 Uhr, Urania (1973-1977)
16:00 Uhr, Urania (1981-1983)
18:30 Uhr, Urania (1983)



THE ANTHEM – THE CAT’S OF MIRIKITANI
5+74 Min
Doku


In Thailand wird vor jedem Film im Kino die Nationalhymne gespielt. Hier die Hymne für das Kino.
In „Mirikitani’s Cats“ geht es um einen 85-jährigen Straßenkünstler, den die Regisseurin Linda Hattendorf nach 9/11 bei sich aufnimmt und ihm eine Bleibe zu verschaffen sucht.

Meinung:
„Mirikitani’s Cats“ gewinnt vor allem dadurch so sehr an Brisanz, da der Film vor 9/11 beginnt und das Ereignis an sich Einfluss auf den weiteren Verlauf der Geschichte nimmt. Zudem ist Linda Hattendorf ein ehrliches Portrait gelungen.

Am 22.10. - 15:30 Uhr - Gartenbaukino


SE, JIE (Gewalt und Begierde)
156 Min

Ang Lees neuer Film dreht sich um eine junge Chinesin, die während des Zweiten Weltkrieges Mitglied einer Widerstandsbewegung gegen die japanischen Besetzer ist. Ziel ist die Ausschaltung eines chinesischen Beamten, der für die Japaner arbeitet. Das Mädchen schleust sich in die Familie des Beamten ein und beginnt eine leidenschaftliche Affäre...

Meinung:
„Gewalt und Begierde“ ist ein ruhiger und dennoch kraftvolles Bildepos, welches vor allem durch seine überzeugenden Darsteller (Jungstar Tang Wei trifft auf Tony Leung Chiu Wai) und seinen durchkomponierten Stil in seinen Bann zieht.

Zu unserer ausführlichen Filmrezension

TERMINE:
22.10. - 20:30 Uhr - Gartenbaukino
27.10. - 23:30 Uhr - Künstlerhaus


PARANOID PARK
85 Min

Gleich zwei Veranstaltungen am selben Tag für Gus Van Sants neuesten Film: Frühaufsteher können bereits um 6:30 Uhr im Künstlerhaus in den „Paranoid Park“ abtauchen: Ein illegal gebautes Skate-Gelände in Portland. Wie schon in „Elephant“ zeigt Gus Van Sant Interesse für das Umfeld der Jugendlichen, in dem Erwachsene keinen Platz zu haben scheinen.

Meinung:
Van Sants Werke polarisierten zuletzt – nicht anders „Paranoid Park“. Ungewöhnlich auf jeden Fall die Herangehensweise Van Sants: Seine Darsteller wurden allesamt über das Internet rekrutiert und sind Amateure vor der Kamera, aber Profis auf den Boards.

Zu unserer ausführlichen Filmrezension

TERMINE:
23.10. - 06:30 Uhr - Künstlerhaus
23.10. - 21:00 Uhr - Gartenbaukino
25.10. - 23:00 Uhr - Stadtkino


Teil 3 unserer VIENNALE TIPPS folgt demnächst!