Nachdem einige Jahre zuvor der Start der X-Men auf der Kinoleinwand begonnen hatte, musste man jetzt bewusst eine gute Story aus den X-Men Heften heraussuchen um die Zuseher weiterhin zu begeistern.
Durch Einbringung neuer Mutanten und Aufrechterhaltung der alten Erzählungen wird dem Publikum nicht nur viel versprochen, sondern auch die Spannung gehalten.
Nachdem X-Men unzählige Zuseher in die Kinos lockte, konnte Regisseur Bryan Singer erleichtert aufatmen und voller Freude das größte Produktionsbudget entgegennehmen, dass es zuvor in Kanada gegeben hatte. Singer ließ es sich auch nicht nehmen beim zweiten Teil Regie zu führen und konnte Dank des großzügigen Budgets mit den Spezialeffekten herumspielen und neue Techniken probieren.
Die Geschichte besteht aus vielen einzelnen Storys und jedem Charakter lässt man genügend Zeit um sich vorzustellen und seine Bedürfnisse zu erklären. In den 133 Minuten schaffte es der Regisseur 11 Hauptcharaktere unterzubringen, die sich umfangreich in Szene setzen konnten und der Film weder kompliziert noch überfordert wirkte.
Überwiegend blieben die Stammcharaktere des X-Men Teams gleich und durch neue Mutanten wurde der Film wieder aufgewertet und interessant gemacht. Nightcrawler (Alan Cumming) und Pyro (Aaron Stanford) meistern ihre Rollen einmalig und setzen die Figuren sehr gut um. Man muss nicht alle Figuren aufzählen, denn im Großen und Ganzen hielt man sich an die Comic-Vorlage und begeistert so das Publikum. Charakteren (Iceman, Mystique, Storm), die im ersten Teil nicht viel Handlungsspielraum hatten, durften bei X2 dafür recht fleißig vorkommen.
Obwohl viele Kinofans den zweiten Teil einer Verfilmung oft mit Bauchschmerzen entgegensehen, wird man bei X2 des besseren belehrt und man denkt sich, wieso nicht bei anderen Filmen auch. Singer und sein Team schafften es dem Film eine einmalig spannende Geschichte zu geben und konnten damit auch jede Zielgruppe ansprechen. Die Story ist actiongeladen, sehr unterhaltsam und auch anspruchsvoll. Musikalisch gibt es bei diesem Teil wieder nichts auszusetzen und passt hervorragend zu der abgerundeten Geschichte.
Die Schauspieler überzeugen in ihren Rollen und dank des hohen Budgets sind die Spezialeffekte um einiges besser gelungen als beim ersten Teil. Hie und da kann man noch herumnörgeln, jedoch sollte man nicht zu streng damit sein.
Fazit: Comic-Verfilmung, die verschiedenstes Publikum anzieht. Geschichte ist unabhängig vom ersten Teil und kann somit wirklich ohne viele Vorkenntnisse gesehen werden. Empfehlenswert.
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