Amerika - Senator Kelly versucht mit aller Macht ein Gesetz zur Registrierung aller Mutanten durchzusetzen. Mutanten, Menschen mit genetischen „Defekten“, die sich in Form von Fliegen, Telekinese, Gedankenübertragung usw. zeigt, sollen ein für allemal als Außenseiter erkennbar sein. Magneto, ein Mutant mit magnetischen Kräften, sagt dem ganzen den Kampf an. Professor Charles Xavier, Förderer der Mutanten, setzt sich Magneto trotzdem entgegen und somit beginnt ein Interessanter Machtkampf …
September 1963 erschien die erste Auflage des Comics X-Men durch die Schaffer von Stan Lee und Jack Kirby. Leider fanden die Figuren auch nach vielen zeichnerischen Änderungen noch keinen kommerziellen Halt und erlangten erst 1975 den Ruhm, der ihnen gebührte. Der Erfolg der Comic-Hefte, zog gleich eine große Welle von Nebenserien und später TV-Serien und Videospiele mit sich.
Die X-Men waren anders als die anderen Superhelden. Sie wollten nicht im Mittelpunkt stehen oder die Menschheit unterdrücken, jedoch durch ihre besonderen Gencodes begannen sich die Menschen vor ihnen zu fürchten und befürchteten, dass die X-Men bald die Weltherrschaft an sich reißen würden. Somit Kämpfen die X-Men einzig und allein um zu überleben und nicht im Auftrag von Menschen.
Bryan Singer, der bereits in „Die üblichen Verdächtigen“ und „Der Musterschüler“ Regie führte, bekam erstmal ein großes Budget zu Verfügung gestellt. Natürlich war es eine große Herausforderung für den Regisseur, da er sich mit diesem Film auszeichnen konnte und nicht klanglos untergehen wollte, wie schon andere Regisseure, die Comic-Verfilmungen einfach nicht umsetzen konnten. Jedoch schon nach den ersten 30 Minuten überzeugt Singer, dass er seine Phantasien und Figuren wirklich gut auf die Leinwand bringen kann. Durch intelligente Anpassungen der Helden, Ausrüstungen und Aussehen ging das Konzept vollends auf.
Die Charaktere waren nicht einfach zu besetzen und somit wartet man gespannt, wie sich die 3 Hauptfiguren in dem ersten Teil dieser Comic Verfilmung schlagen werden. Magneto (Sir Ian McKellen) leitet diesen Film mit seinen Jugendjahren ein und so manch einer hat den Verdacht, dass dies wohl der Ursprung des Zorns gegen die Menschheit bei ihm ist. Rogue (Anna Paquin), ist ein verwirrtes Mädchen, das nichts von ihren Superkräften wusste und lernen muss mit ihnen umzugehen. Logan (Hugh Jackman), alias Wolverine, gibt der ganzen Geschichte die richtige Spannung. Natürlich tauchen sehr viele andere Charaktere auf, aber im Großen und Ganzen waren die Schauspieler einfach gut vorbereitet und konnten mit ihren Darbietungen nicht enttäuschen.
Natürlich gibt es hierbei auch eine Kernaussage an der ganzen Geschichte: Menschen sollen mehr Toleranz und Akzeptanz der Gesellschaft gegenüber bringen.
Die Story war sehr spannend und unterhaltsam aufbereitet. Die Figuren wurden näher beschrieben, aber trotzdem blieb an jedem Charakter etwas Geheimnisvolles zurück und man kommt immer nach und nach dahinter wieso sich manche Situationen so ergeben haben. Die Musik war bewusst eingesetzt, denn sie unterstrich die wichtigen Sachen, war aber nicht zu aufdringlich. Nach und nach entdeckt man auch, dass die Geschichte ziemlich anspruchsvoll ist, da man nicht einfach von kampflüsternden oder hirnlosen Comic-Figuren sprechen kann und jeder für sich eine eigene fixe Rolle im Film hat. Die Spezialeffekte waren gut umgesetzt und konnten bis auf wenige Kleinigkeiten überzeugen.
Fazit: Eine Comic-Verfilmung, jedoch gute Geschichte, spannend und doch anspruchsvoller als erwartet. Die Schauspieler überzeugen und Spezialeffekte sind nicht hervorragend, jedoch sehr gut gemacht.
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