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Fluch der Karibik 2

  • Informationen zum Film
  • Fluch der Karibik 2

  • Originaltitel:
    Pirates of the Caribbean: Dead Man's Chest
    Genre:
    Action, Abenteuer, Fantasy
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2006
    Kinostart Österreich:
    27.07.2006
    Kinostart Deutschland:
    27.07.2006
    Kinostart USA:
    07.07.2006
    Verleiher Österreich:
    Buena Vista Home Entertainment
    Verleiher Deutschland:
    Buena Vista Home Entertainment
  • Inhalt
  • Ihre Hochzeit haben sich Will Turner (Orlando Bloom) und Elizabeth Swann (Keira Knightley) sicher anders vorgestellt. Mitten unter den Vorbereitungen werden sie vor den Augen von Elizabeth's Vater (Jonathan Pryce) verhaftet und ins Gefängnis geworfen, weil sie den zum Tode verurteilten Captain Jack Sparrow (Johnny Depp) einst zur Flucht verholfen haben. Doch anscheinend lässt sich mit dem Befehlshaber Cutler Beckett (Tom Hollander) verhandeln. Er zeigt nämlich großes Interesse an Jack Sparrow's Kompass, welchen er gerne in seinen Besitz bringen möchte. Wenn ihm Will Turner den Kompass verschafft ist Beckett bereit zu einer Begnadigung. Will Turner willigt ein und macht sich sofort auf die Suche nach Captain Jack Sparrow, der momentan ganz andere Sorgen hat, steht er doch bei Davy Jones (Bill Nighy), den furchterregenden Kapitän des Geisterschiffs "Der fliegende Holländer", in der Schuld. Will er seine Piratenseele retten, so muss er die geheimnisvolle Truhe des Todes finden, in welcher das gebrochene Herz von Davy Jones noch immer schlägt...
  • Filmkritik
  • DEAD MAN'S CHEST ist die lang erwartete und mit einem gigantischen Buget von $225 Millionen produzierte Fortsetzung zum erfolgreichen Erstling aus dem Jahre 2003. Der Film knüpft fast nahtlos an die Ereignisse des ersten Teils an und versucht wieder mit einer unterhaltsamen Mischung aus Abenteuer, Fantasy, Action und Humor zu punkten. Regie führte, wie bei Teil 1, wieder Gore Verbinski, der auch im zweiten Teil meist einen handwerklich guten Job abliefert. Der erste Akt von DEAD MAN'S CHEST ist wiederum überaus unterhaltsam, eine gelungene Balance zwischen Spannung, Action und Humor, die einfach Spaß macht und äußerst kurzweilig ist. Leider wird aber spätestens im zweiten Akt klar, dass der Film diese Kurzweil nicht über die satte Laufzeit von 150 Minuten zu bringen vermag. An einigen Stellen schleichen sich deutliche Längen ein, einerseits weil der Film im Mittelteil kaum Tempo zu machen versteht, andererseits weil man viele Bilder und Situationen bereits so ähnlich im ersten Teil gesehen hat. Erst im dritten Akt stimmt die Mischung wieder und DEAD MAN'S CHEST segelt wieder auf Kurs.

    Die illustren Charaktere des Films werden von der DarstellerInnen überwiegend gut gespielt. Johnny Depp kann zwar nicht ganz an die Originalität und Intensität seiner Darstellung im ersten Teil anschließen, ist aber dennoch immer noch höchst sehenswert. Keira Knightley kann sich gegenüber des ersten Teils steigern, was sicher auch daran liegt, dass die Rolle der Elizabeth im zweiten Teil an inhaltlicher Substanz gewinnt. Klares Highlight des Films bleibt jedoch Naomie Harris, die in ihrer Rolle als Wahrsagerin Tia Dalma eine herausragend nuancierte Performance bietet, welche gleichsam düster, geheimnisvoll, mystisch und überaus sympathisch wirkt. Ihr Auftritt ist ohne Zweifel die mit Abstand beste Szene in DEAD MAN'S CHEST. Erfreulicher Weise gibt es auch ein Wiedersehen mit Lee Arenberg und Mackenzie Crook, die in ihren sinistren Piratenrollen wieder makabre Scherze treiben dürfen. Auch Kevin McNally ist wieder in der Rolle des Gibbs mit dabei, kann seine gute Performance aus Teil 1 mühelos wiederholen und bleibt dabei immer interessant.

    Die tolle Ausstattung des Films ist sicher ein optisches Highlight. Von riesigen, wunderschön designten Sets bis hin zu den kleinsten "Props" ist alles mit sehr viel Detailreichtum gestaltet. Ganz ähnlich verhält es sich mit den hervorragenden Make-Up's und Kostümen, die ebenfalls sehr detailreich und einfach toll anzusehen sind. Etwas zwiespältiger sind die CGI-FX zu sehen. Einerseits funktionieren sie sehr gut, wie zum Beispiel die unzähligen Tentakeln im Gesicht von Captain Davy Jones, andererseits weisen sie deutliche Schwächen auf. Als die Riesenkrake das Schiff angreift wähnt man sich in einzelnen Einstellungen eher im einem Videogame, zumal die Einbindung des CGI-Monsterns im Bildhintergrund nicht wirklich mit den "Live Action Shots" der Schauspieler im Bildvordergrund harmoniert. Angesichts des monströsen Budgets sicherlich etwas überraschend...

    In Summe ist DEAD MAN'S CHEST durchaus unterhaltsam, aber durch die dramaturgischen Längen im Mittelteil bei weitem nicht so kurzweilig wie Teil 1. Dazu kommt noch das extrem verunglückte Ende, welches eher dem Cliffhanger einer TV-Seifenoper gleichkommt und letztendlich mehr Fragen offen lässt als beantwortet. Obwohl der Film durchaus mit einem furiosen Action-Höhepunkt aufwarten kann, sucht man einen inhaltlichen Höhepunkt vergebens und wird statt dessen mit einem "Downer" abgespeist, der nur zum Ziel hat das Publikum in den bereits angekündigten dritten Teil der Piratensaga zu locken. Aus meiner Sicht ein ziemlicher Fauxpas, der einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt, zumal man die simple Geschichte ohnehin kürzer und dramaturgisch effizienter hätte erzählen können. Bei DEAD MAN'S CHEST wäre etwas weniger mit Sicherheit mehr gewesen...
  • Wertungen
  • Story
    2,0
    Musik:
    3,5
    Unterhaltung:
    3,0
    Anspruch:
    1,0
    Spannung:
    3,0
    Darsteller:
    4,0
    Gesamt:
    3,0
    Verfasst von:
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