Der erste Teil des Kinofilms Garfield war in allen Landen ein Erfolg. Nicht zuletzt deshalb weil der bekannte Darsteller Bill Murray, Garfield seine exzentrische Stimme lieh. In deutscher Synchronisation war Thomas Gottschalk zu hören. Nun, Bill Murray ist in der Originalfassung des zweiten Teiles wieder mit von der Partie, während Thomas unwillig das Handtuch warf. Oliver Kalkofe, ein deutscher Komödiant, tritt seine Nachfolge an.
Obwohl sich die Fortsetzung alle Freiheiten nimmt und mehr als nur Garfields vier Wände zeigt, verliert der Film das was den Kater eigentlich ausmacht. Seine zynischen Kommentare weichen der opulenten Locations. Es wird wesentlich mehr für das Auge geboten und vergisst dabei Garfields Sarkasmus zur Gänze. Aber gerade das macht seine Comics aus und auch das Original beinhaltet viele seiner verbalen Gemeinheiten. Stattdessen zeigt man, wie ein Reiseführer das tut, die Sehenswürdigkeiten Londons. Wie interessant....
Weiter verfällt diese Fortsetzung ins Liebliche, das beweist der Umstand das plötzlich alle Tiere sprechen. Es entsteht mehr der Eindruck das sich die Verantwortlichen auf die “ Babe “ Schiene setzen um damit den gewünschten Erfolg erzielen zu können. Dieser Schachzug schlägt fehl, diese Mission scheitert. Dessen ungeachtet sind ihre Stimmen wegen der verschiedenen Dialekte im Original witzig, aber diese Situationen kennt der Zuseher von den “ Schweinderl “ Filme schon zur Genüge. Die gesamte Geschichte, wenn man überhaupt von einer solchen sprechen kann, funktioniert nicht denn das Verhältnis, Realität und Animation, stimmt in keiner Szene des Films. Auch sind die Hauptdarsteller des Beginns im weiteren Verlauf fast nicht mehr zu sehen. Von Ausgewogenheit ist während der gesamten Spiellänge nie die Rede. 78 Minuten können zur kleinen Ewigkeit werden wenn kein Mosaikstein auf den Anderen passt. Wahrscheinlich haben die Produzenten ihre Zielgruppe unter unseren Jüngsten ausgemacht. Für die Generation, die mit den alten Comics aufwuchs, ist in dieser Fortsetzung fast nichts dabei.
Einzig, und das wird der kurze positive Teil, sind die Stimmen im Original gelungen. Wie erwähnt leiht Bill Murray den frechen Kater seine Sprache. Und auch Garfields “ Doppelgänger “ Prince aus England wird von einem “ Meister des verbalen Klanges “ gesprochen. Tim Curry gibt sich das Vergnügen und unterhält das Publikum mit herrlichen britischen Akzent.
Alles im allem ist diese Darbietung zu wenig um ein volles Eintrittsgeld zu verlangen.
Fazit:
Nur die kleinsten Fans und London Liebhaber könnten an dieser Fortsetzung Gefallen finden. Für den großen Rest bleibt die Hoffnung das ein weiterer besserer Garfield Teil irgendwann Mal in die Kinos kommt.....
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